Gemischte Gefühle in Assen
- hochgeladen von Peter Zellinger
Das erste Auftreten als Vize-Europameister in der WM hatte Harald Simon an der Stätte seines Triumphes - in Assen.
ASSEN (kl). 40 Jahre Eisspeedway in Assen mussten gefeiert werden, und so veranstaltete man innerhalb von zwei Wochen die Europameisterschaft und die WM der Ice-Gladiators.Der Freitag verlief für Simon - trotz schlechter Starts - ausgezeichnet, bloß im ersten Rennen lief es nicht nach Plan, und doch zog Harald in das Semifinale ein und konnte dort zwar Zorn deutlich niederringen, für das Finale reichte es aber nicht. Diese Finale sind die Spielwiese der russischen Fahrer, die die materielle Unterlegenheit der Vergangenheit abgelegt haben und fahrerisch in einer eigenen Liga unterwegs sind. Ihnen am nächsten sind in der heurigen Saison Harald Simon, der wieder bester Nichtrusse war und den ausgezeichneten sechsten Tagesrang belegen konnte, und der Finne Atti Aakko.
Der Sieg ging am Freitag nach einem spannenden Rennen an Dimitri Khomitsevich vor Daniil Ianov und Dmitry Koltakov.
Schwarzer Samstag für Simon
Bei Servicearbeiten entdeckte man an der Maschine, dass der Rahmen an einer Stelle gebrochen war. Das Team entschloss sich, auf den Rahmen der Ersatzmaschine umzubauen - schließlich wollte man die gefundene Balance zwischen Motor und Fahrwerk nicht verlieren. Simon startete, wie in den meisten heurigen Rennen schlecht, doch stellte sich schnell heraus, dass bei den wilden Aufholjagden nicht das gleiche Ansprechverhalten der Maschine vorherrschte wie am Freitag. Unruhig bis nervös lag das Motorrad auf dem mit jedem Lauf ruppiger werdenden Oval.
Reichte es im ersten Lauf für einen Punkt, so gab es nach einem Touchieren der Bande eine Disqualifikation und im dritten Rennen noch einen Sturz. An einen Semifinaleinzug war nicht mehr zu denken, und trotz einiger technischer Veränderungen konnte man noch drei Punkte in den letzten beiden Rennen machen und in der WM Gesamtwertung auf dem siebenten Platz, als bester nichtrussischer Fahrer, bleiben. Der Finne Aakko rückte aber an Simon bis auf einen Zähler heran.
Der Sieg ging an Daniil Ianov vor Nikolai Krasnikov und Eduard Krysov. Nach Licht und Schatten von Assen machte sich Simon noch in der Nacht auf die Reise nach Dresden, um am Goldenen Spike Cup teilzunehmen.
Dieser Cup wird am kommenden Wochenende in Berlin ins Finale gehen.
Die WM wir heuer in Uppsala am 31.03. und 01.04.2012 beendet, der Kampf um die Krone brennt noch zwischen Nikolai Krasnikov und Daniil Ianov - wobei eine Disqualifikation Ianovs in Assen (unfaires Fahren) den Ausschlag zugunsten Krasnikovs geben könnte.
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