Sensation im Klinikum Wels-Grieskirchen geglückt
Einzigartige Herz-OP rettet Rollstuhl-Tischtennisspieler
- Egon Kramminger mit Gattin und seinen Lebensrettern: (v.l.): René Müller-Wille, Leiter des Instituts für Radiologie, Ronald K. Binder, Leiter der Abteilung für Innere Medizin II, Kardiologie und Intensivmedizin, sowie Hans Joachim Geißler, Standortleiter der Herz-, Gefäß- und Thoraxchirurgie, alle Klinikum Wels-Grieskirchen.
- Foto: Marianne Mittermayr
- hochgeladen von Philipp Paul Braun
Sensationsmeldung aus dem Klinikum Wels-Grieskirchen. Dort konnte man dem 76-jährigen Paralympics-Sportler Egon Kramminger durch einen einzigartigen Eingriff das Leben retten. Experten führten eine weltweit einzigartige Herzgefäß-OP durch.
WELS. Ein Expertenteam am Klinikum Wels-Grieskirchen ist ein medizinischer Durchbruch gelungen: Sie führten eine Herzklappen-OP und eine Aortenreparatur gleichzeitig und über die Schlüsselbeinarterie durch, denn: Der 76-jährige Patient und Rollstuhl-Tischtennisspieler Egon Kramminger weist eine beidseitige Amputation der Beine auf Beckenhöhe auf, was einen klassischen Eingriff über die Leistengefäße unmöglich machte.
Medizinischer Meilenstein
Mit einer Einengung der linken Herzkammer und einer erweiterten Bauchschlagader suchte Kramminger das Welser Krankenhaus auf. Ein operativer Eingriff, um ihm zu helfen, galt als unmöglich – bis jetzt. Da die Gefahr einer lebensbedrohlichen Ruptur der Bauchschlagader bestand, musste eine Lösung gefunden werden. Das Mediziner-Team wagte einen Zugang über die linke Schlüsselbeinarterie. René Müller-Wille, Primar der Radiologie erklärt:
„Die eigens für diesen Zweck angefertigte Aortenprothese wurde sozusagen kopfüber montiert und präzise von oben implantiert.“
Erfolgreiche Behandlung
Nach akribischer Vorbereitung und Planung wurde der Eingriff laut Klinikum gemeinsam von Chirurg Hans Joachim Geißler, Kardiologie-Primar Ronald K. Binder und Müller-Wille komplikationslos ausgeführt. Bereits nach zwei Wochen konnte der Patient nach Hause entlassen werden. In Wels zeigt man sich erfreut:
„Die erfolgreiche Behandlung von Egon Kramminger ist macht deutlich, wie interdisziplinäre Zusammenarbeit und innovative Ansätze selbst in vermeintlich aussichtslosen Fällen lebensrettende Lösungen ermöglichen.“
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