Frauen schamlos ausgenutzt
Männer sollen Ungarinnen zur Prostitution genötigt haben
- Ungarinnen schamlos ausgebeutet: Vier Männer sollen Frauen nach Österreich gelockt und zur Prostitution gezwungen haben.
- Foto: Panthermedia /serezniy
- hochgeladen von Philipp Paul Braun
Vier Männer müssen sich nächste Woche am Landesgericht Wels verantworten: Ihnen wird vorgeworfen, Frauen aus Ungarn nach Österreich gelockt und dann zur Prostitution gezwungen und sich selbst dabei bereichert zu haben.
WELS. Am Landesgericht in Wels sitzen kommende Woche vier Männer im Alter zwischen 25 und 46 Jahren auf der Anklagebank. Ihnen wird vorgeworfen, Teil einer kriminellen Vereinigung zu sein, die seit 2018 ungarische Frauen zur Prostitution - unter anderem in Wels – gezwungen haben soll. Laut Anklageschrift hätten sie sich einer "Loveboy-Masche" bedient, bei der die Frauen unter falschem Vorwand nach Österreich geholt worden seien – Ohne Bleibe, Geld und sozialem Umfeld, den Männern ausgeliefert. Diese hätten ihre Opfer schamlos ausgenutzt, "indem sie den Frauen den überwiegenden Teil des Verdienstes abgenommen, ihnen Zeit, Ort, Art der Prostitution und das Entgelt vorgeschrieben haben sollen", so der Vorhalt. Nach Polizeikontrollen habe eines der Opfer ihr Schweigen laut Landesgericht gebrochen:
"Schließlich habe sich eine Prostituierte bereit erklärt, gegen die vier Beschuldigten auszusagen."
Laut Anklage drohen jeweils Freiheitsstrafen von einem bis zu 15 Jahren. Es gilt die Unschuldsvermutung
Kinder bedroht
Besonders ein Schicksal erschüttert: So habe eines der Opfer angegeben, dass sie durch ausgeübten Druck zur Prostitution gezwungen worden sei, denn: Einer der Beschuldigten drohte laut Gericht, die in Ungarn lebenden Kinder der Frau für Pornos zu missbrauchen oder ihnen Gewalt anzutun.
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