Welser sorgt sich um Wasservögel
Online-Wirbel um "Entenabsperrung" am Kirchenteich
- Locker gespannte Schnüre am Teich der Sankt Franziskus Kirche in Wels-Vogelweide werden zum Streitpunkt im Internet.
- Foto: MeinBezirk
- hochgeladen von Philipp Paul Braun
Während eine Entenfamilie in Wels gerettet wurde, sorgt sich ein 42-Jähriger um die Wasservögel am Areal der Sankt Franziskus-Kirche in der Vogelweide: Locker gespannte Schnüre über dem Kirchenteich könnten zur "Todesfalle" werden fürchtet der Mann– online bringt der Pfarre der harmlose Versuch, die massive Verschmutzung des stehenden Gewässers ein wenig einzudämmen, einen regelrechten "Shitstorm" ein.
WELS. "Ich liebe Tiere einfach über alles", erklärt ein 42-jähriger Welser, der neben der Sankt Franziskus-Kirche in Laahen lebt: "Mein Grundsatz lautet: Lebewesen, die sich nicht selbst helfen oder wehren können, brauchen jemanden, der ihnen eine Stimme gibt." Grade darum stoße ihm auch die "Absperrung" des Kirchenteiches übel auf. Es handelt sich um Seile, die über das Wasser gespannt wurden. "Um Enten von dieser Fläche fernzuhalten", erklärt die Pfarre, denn:
"Wir haben voriges Jahr eine 50 Zentimeter hohe Schlammschicht auspumpen lassen müssen, verursacht durch Entenkot – daher wurde diese Konstruktion gebaut."
Diesen Grund will der Anrainer aber nicht gelten lassen: "Diese Konstruktion hat sich leider zu einer massiven Gefahrenquelle entwickelt – die Enten können die dünnen Schnüre im Landeanflug nicht erkennen, verheddern sich darin und strangulieren sich beim Landen fast", so seine Ansicht:
"Das ist nicht nur schwer mitanzusehen, sondern stellt eine akute Lebensgefahr und Verletzungsrisiko für die Tiere dar – gerade bei einer Pfarre, die den Namen des Schutzpatrons der Tiere trägt, bin ich mir sicher, dass Tierquälerei oder die Gefährdung von Entenfamilien absolut nicht in Ihrem Sinne ist."
- Locker gespannte Schnüre am Teich der Sankt Franziskus Kirche in Wels-Vogelweide werden zum Streitpunkt im Internet.
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Diese Meinung teilt der Mann auch in Social-Media: Rund 6.000 Zustimmungen, 1.425 Kommentare in nur zwei Tagen sind die Folge – der Beitrag wurde über 600 Mal geteilt. Der Anrainer fühlt sich in seinem Tun bestätigt und hat nun auch eine Online-Petition gestartet. Die Pfarre möchte die Installation bis jetzt aber nicht entfernen lassen und äußert sich:
"Es sind nur weniger Enten im Wasserbecken, und diese können gut mit der Situation umgehen. Bis jetzt haben wir noch kein verletztes Tier entdeckt – daher werden wir es so belassen."
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