"Mama, ich habe einen Autounfall gehabt"
"Schockanrufe" durch falsche Polizei in Wels
- Kurz vor Weihnachten werden Welserinnen und Welser wieder mit sogenannten Schockanrufen terrorisiert.
- Foto: MeinBezirk
- hochgeladen von Philipp Paul Braun
Derzeit werden wieder Schockanrufe durchgeführt. Die Täter geben sich als falsche Polizisten oder Saatanwälte aus und versuchen ihren Opfern durch Lügengeschichten Geld aus den Taschen zu ziehen, wie ein MeinBezirk-Redakteur nun selbst miterleben musste.
WELS. Am 17. Dezember läutet das Telefon bei einem MeinBezirk-Redakteur in Wels. Am Display ist lediglich "Anonym" zu lesen. Als er abhebt, eine wimmernde Stimme: "Mama, ich habe gerade einen schweren Unfall gehabt." Es meldet sich eine Frau – die gibt sich als Polizistin "Reinhard" aus und spricht mit ausländischem Akzent. Die Dame hält den Redakteur für seine Mutter – der geht auf den Anruf ein und verstellt seine Stimme. "Grade kurz vor Weihnachten häufen sich diese Anrufe", heißt es aus dem Polizeikommando in Wels.
Schock erzeugen
Die Masche ist eine wohlbekannte, wie die richtige Polizei bekannt gibt: "Das Opfer wird am Telefon in Angst und Schrecken versetzt." Die Anruferin erzählte davon, dass die Tochter einen schweren Autounfall verursacht hätte und Fahrerflucht begehen wollte. Weiters von einer Frau, die nun im Unfallklinikum verbluten würde. Man wolle die Tochter einsperren. Einziger Ausweg: Ein Bankeinzug über 50.000 Euro – mehrfach wird gefragt, ob man alleine im Haushalt ist und ob das Geld zur Verfügung stehe – das brauche nämlich der Staatsanwalt. Als der Redakteur aber seine wahre Identität preisgibt, legt die Anruferin abrupt auf.
Tipps der Polizei
• Weder Polizei noch Staatsanwaltschaft verlangen am Telefon Geld
• In Österreich gibt es keine derartigen Kautionen
• Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen
• Sensibilisieren Sie ihre Familienmitglieder
• Geben Sie den Tätern keine Chance – beenden Sie sofort das Gespräch
• Verständigen Sie über den Notruf – 133 – die Polizei.
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