"Brauchen keine Ausweichlösung"
SPÖ fordert vollwertiges ASZ für die Pernau
- Das ASZ in der Mitterhoferstraße wird geschlossen.
- Foto: Stadt Wels
- hochgeladen von Felix Aschermayer
Die Welser SPÖ begrüßt zwar die nun beschlossene wechselseitige Öffnung der Altstoffsammelzentren (ASZ) zwischen Wels und Wels-Land, sieht darin aber keine Lösung für die aus ihrer Sicht fehlende Infrastruktur im Welser Osten. Die Pernau, so Stadtparteichef Klaus Schinninger, brauche weiterhin ein eigenes, vollwertiges ASZ.
WELS. Ab 1. August können Welser – wie berichtet – ihre Altstoffe künftig auch in allen ASZ des Bezirks Wels-Land abgeben und umgekehrt. Bürgermeister Andreas Rabl (FPÖ) verwies insbesondere darauf, dass vor allem Bewohner der Pernau nun vom nahegelegenen ASZ Marchtrenk profitieren würden. Auch Umweltstadtrat Thomas Rammerstorfer (Grüne) sprach von einer deutlichen Verbesserung der regionalen Sammelstruktur. Für die SPÖ ersetze diese Lösung jedoch keine Investitionen in die Welser Abfallinfrastruktur. Gemeinderat Christian Kittenbaumer bezeichnete die Kooperation als "netten Schritt", der aber keine längst notwendigen Verbesserungen ersetze.
Schinninger: "Keine Ausweichlösung über Bezirksgrenze"
Besonders kritisch sieht die SPÖ die Situation im Welser Osten. Vizebürgermeister Klaus Schinninger betont, die Bevölkerung dort brauche "keine Ausweichlösung über die Bezirksgrenze", sondern ein modernes ASZ in der eigenen Stadt. Auch das angekündigte ASZ im Westen lasse weiterhin auf sich warten. Die SPÖ fordert einen verbindlichen Zeitplan für die Umsetzung eines vollwertigen ASZ im Osten sowie die rasche Realisierung des geplanten Standorts im Westen. Regionale Kooperationen seien zwar sinnvoll, dürften aber nicht dazu dienen, notwendige Investitionen aufzuschieben, so Schinninger und Kittenbaumer.
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