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Plädoyer für die "Mittelgebirgs-Seilbahn" (mit Umfrage)

Thomas Larl: "Man sollte darüber nachdenken!"
  • Thomas Larl: "Man sollte darüber nachdenken!"
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  • hochgeladen von Manfred Hassl

Der Vorsitzende der SPÖ-Westliches Mittelgebirge, Thomas Larl, begrüßt die Initiativen hinsichtlich einer Machbarkeitsstudie für eine mögliche Erschließung des Westlichen Mittelgebirges von/nach Innsbruck mit einer Seilbahn (einen Bericht darüber finden Sie HIER). Larl beschäftigt sich schon über einen längeren Zeitraum mit der Thematik „Urbane Seilbahnen“ als möglichen Lösungsansatz zur Bewältigung des hohen Verkehrsaufkommens im Westlichen Mittelgebirge.

„Gerade in Zeiten des globalen Klimawandels ist es höchst an der Zeit, vor allem im Verkehr mutig zu denken, damit wir nachhaltige, über Generationen wirkende Lösungen auf den Weg bringen“, so der SPÖ-Vorsitzende. „Die Ergebnisse sollten den Umlandgemeinden zur Verfügung gestellt werden. Ich fordere hiermit die betreffenden Planungsverbände auch auf, sich ausführlich mit dieser Thematik auseinanderzusetzen, damit diese Untersuchungen nicht verpuffen oder irgendwo im Innsbrucker Magistrat schubladisiert werden“.

Ausgangslage

Mit Stand 2020 ist die Anzahl der Einwohner der sechs Plateaugemeinden auf gesamt über 17.000 Personen angewachsen. Nahe gelegene Orte des "Speckgürtels" werden auch zukünftig mit einer zunehmenden Bevölkerungsentwicklung zu rechnen haben, glaubt Thomas Larl: "Folgernd wird der Individualverkehr in diesen Gemeinden auf dem zu Grunde liegenden Straßennetz ebenfalls steigen. Zu Stoßzeiten ist bereits jetzt schon eine schmerzliche Belastungsgrenze erreicht. Unmittelbar betroffene Anrainer von Hauptverkehrswegen sind einer stetigen Lärm- und Abgasbelastung ausgesetzt. In den Jahren 2007 bzw. 2017/2018 wurden vom Land Tirol und dem zuständigen Planungsverband Beauftragungen zur Erstellung regionaler Verkehrskonzepte erteilt. Wesentlich wird dabei auf den verstärkten Einsatz des öffentlichen Personen-Nahverkehrs  gesetzt. Dabei wird kurz- bis mittelfristig eine spürbare Entlastung erzielt, inwieweit jedoch dieses Konzept auch nachhaltig wirkt, ist fraglich. Welche Punkte aus den beiden Konzepten noch umgesetzt und auch den erwünschten Erfolg erzielt haben/erzielen werden, wäre wiederum zu evaluieren! Dass trotz lobenswerter Bemühungen aller öffentlicher Institutionen Individualverkehr weiterhin stetig zunimmt, ist Faktum!"

Lösungsansätze

Eine Erweiterung des Straßennetzes (sprich in die Breite) wie bereits erwähnt, ist für Larl kaum mehr durchführbar. "An einer großräumigen Umfahrungsstraße zur Entlastung sind wir ja schon seit den 70-iger Jahren mehrmals gescheitert. Die Lösung mit einer Straßenbahn fällt wegen Platzmangels ebenfalls aus. Eine U-Bahn wird sich aus Kostengründen auch nicht spielen. Bei einer dreidimensionalen Denkweise bleibt somit nur mehr eine Achse –  eine Verlagerung des Verkehrsflusses vom Boden in die Luft – übrig. Ein S-Bahn-System, welches in die Höhe gezogen über dem Straßensystem gebaut wird, ist wohl auch nicht durchführbar und fällt bei einer Kostenanalyse wahrscheinlich ebenfalls durch. "

Öffentliches Interesse

Thomas Larl stellt noch einige Fragen in den Raum: "Sollten wir zur Lösung eines bevorstehenden Verkehrschaos uns nicht auch einmal trauen in größeren Dimensionen zu denken? Warum scheuen wir uns davor, ein höheres Investitionsvolumen auch nur anzudenken, obwohl es eigentlich im Sinne von öffentlichem Interesse ist? Wir bauen seit Jahrzehnten Seilbahnen auf höchste Berge, in exponierteste Lagen unseres Landes und befördern Millionen Menschen in luftige Höhen zum Zweck der Freizeitbeschäftigung! Warum bauen wir dann eigentlich keine Seilbahnen zur allgemeinen Nutzung als Personen-Nahverkehrsmittel? Der Lösungsansatz ist nicht neu und wird auf der gesamten Welt im urbanen Stadtbereich bereits forciert. Warum lösen wir uns nicht von alten Denkmustern und versuchen zukünftig so wichtige Herausforderungen mit nachhaltigen, effizienten, innovativen und umweltschonenden Lösungswegen zu meistern?

Polarisierung

Der SPÖ-Vorsitzende ist sich bewusst, dass ein Projekt dieser Größenordnung und Ausprägung polarisieren würde.  "Das ist auch gut so. Es lohnt sich jedoch jedenfalls, darüber nachzudenken und es als einen möglichen Lösungsansatz auch in Betracht zu ziehen!"

Die Aussendung von Thomas Larl finden Sie in voller Länge auf www.thomas-larl.at

"Wir sollten für alle Ideen offen sein"

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