Baustellenflut statt Parkplätze im Grätzel um die TU

Chaos: In der Karlsgasse und ihren Seitengassen sind die Parkplätze großflächig durch Baustellen belegt.
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  • hochgeladen von Maria-Theresia Klenner

WIEDEN. Im sonst so noblen Grätzel beim Resselpark herrscht rege Bautätigkeit. Seit Monaten bestimmen Kräne, Baufahrzeuge, Parkverbotsschilder und Container das Straßenbild, ein Ende ist nicht in Sicht. Die Anrainer verlieren nicht nur durch den Lärm und Schmutz die Nerven, sondern vor allem durch die Blockierung der vorhandenen Parkplätze im Bereich Karlsgasse, Gußhausstraße und Frankenberggasse.

"Seit einem dreiviertel Jahr finden meine Nachbarn und ich keinen Parkplatz in der Nähe meines Hauses in der Karlsgasse, obwohl wir ein Parkpickerl zahlen", beschwert sich ein Leser, der anonym bleiben möchte. "Es werden immer mehr Baustellen. Das Unigebäude der TU wird saniert, Häuser umgebaut - ich parke bereits in der Waaggasse, da näher kein Stellplatz zu finden ist." Den Baufirmen gibt der Wiedner keine Schuld, wohl aber dem Magistrat, das diese vielen Baustellen bewilligt. Als Entschädigung würde sich der bz-Leser einen Platz in einer Parkgarage wünschen.

Keine Begrenzung möglich

Nachgefragt bei der zuständigen Magistratsabteilung MA 46-Verkehrsorganisation, ist dieser Wunsch nicht zu erfüllen. "Das ist absolut unmöglich. Dann müssten wir bei jeder Baustelle, die genehmigt wird, einen Ersatzparkplatz zur Verfügung stellen", so Baustellenkoordinator Peter Lenz zur bz. Eine Obergrenze für Baustellen in einem Gebiet oder Bezirk gibt es nicht. "Jeder, der einen Antrag stellt, hat ein Anrecht auf die Genehmigung. Es gibt Auflagen, wie die Lagerung zu begrenzen oder ein Gerüst statt einem Kran aufzustellen, aber die Verweigerung einer Bewilligung ist rechtlich nicht möglich."

Auch Bezirksvorsteher Leo Plasch (SPÖ) sind die Hände gebunden. "Der Bezirk hat keinen Einfluss auf die Anzahl von Baustellen. Was wir hingegen schon machen, ist, die Länge laufend zu kontrollieren. Ist also eine Baustelle auf eine Länge von 25 Meter genehmigt und wir sehen, dass aber 40 Meter abgesperrt sind, wird abgemessen und die Baufirma angerufen." Auch in der Causa verlorene Parkplätze ist für die Bezirksbewohner so gut als möglich gesorgt. "Anrainerparkplätze werden nicht gesperrt sondern verschoben. Das wird bei der Verhandlung mit der MA 46 festgelegt. Diese Stellplätze gehen nicht verloren, sondern sind dann etwa hundert Meter weiter zu finden", so Leo Plasch.

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