Spieletest
Orbitals ist der spielbare Sonntagmorgen-Anime zu zweit
- Ein verspieltes Koop-Spiel im 80er-Anime Look: Orbitals.
- Foto: Shapefarm/ Kepler Interactive
- hochgeladen von Michael Marbacher
Orbitals führt die Siegesserie der kooperativen Couch-Spiele weiter. Ein ruhiges, charmantes Spiel für verschlafene Sonntage, bei denen man sich an die Animes der 80er und 90er zurückerinnert fühlt.
Mit Spielen wie "It Takes Two" und "Split Fiction" hat Spieleentwickler "Hazelight Studios" eines bewiesen: Gamerinnen und Gamer wünschen sich mehr Spiele, die sie auf der Couch mit der Partnerin oder dem Partner oder mit Freundinnen und Freunden spielen können. Mit "Orbitals" wirft das multinationale Team mit Basis in Tokio, "Shapefarm", sein Erstlingswerk in den Ring.
Orbitals, ist genauso wie die beiden Hazelight-Spiele, ein Koop-Spiel, welches man am besten auf der Couch zu zweit genießt. Der 80er-Anime-Look ist dabei Verkaufsargument Nummer Eins für das Spiel.
Zusammen ärgern und freuen
Mittelpunkt von Orbitals steht – wenig überraschend – das gemeinsame koordinierte oder manchmal auch chaotische Spielen. Beide Spielerinnen oder Spieler müssen sich aufeinander verlassen können und ihre Aktionen koordinieren, um verschiedene Aufgaben zu meistern. Alle Herausforderungen funktionieren nur dann richtig, wenn beide Spielerinnen und Spieler miteinander kommunizieren und ihre jeweiligen Werkzeuge sinnvoll kombinieren.
- Zusammen werden Rätsel gelöst und Aufgaben gemeistert.
- Foto: Shapefarm/ Kepler Interactive
- hochgeladen von Michael Marbacher
Dazu muss mit verschiedenen Werkzeugen wie Laserkanonen oder Greifhacken hantiert werden oder man flitzt mit einem Raumschiff durchs All, während der andere die Turbolaser hantiert, à la Star Wars. Genauso wie man sich gegenseitig helfen kann, ist es auch möglich, sich gegenseitig zu ärgern und etwa den jeweils anderen mit einem flink platzierten Greifhacken zum Stolpern bringen.
Orbitals kommt nicht ganz die spielerische Vielfalt von "It Takes Two." Während Hazelight nahezu im Minutentakt neue Mechaniken einführt und seine Spieler immer wieder überrascht, bleibt Orbitals stärker bei seinen grundlegenden Spielmechaniken und baut diese im Laufe des Spiels weiter aus.
- Während der eine das Raumschiff steuert, muss die andere Person Raketen abwehren.
- Foto: Shapefarm/ Kepler Interactive
- hochgeladen von Michael Marbacher
Das ist nicht grundsätzlich ein Nachteil. Wer einen Koop-Titel sucht, bei dem Kommunikation und gemeinsames Problemlösen im Vordergrund stehen, kommt hier auf seine Kosten. Wer allerdings ständig nur darauf wartet, mit was einem das Spiel als nächstes überrascht, könnte stellenweise etwas mehr Abwechslung vermissen.
Ein 80er-Anime im Weltall
Wo Orbitals punktet, ist definitiv die Präsentation des Spiels. Gerade Millennials und Gen Z wird gleich beim Start des Spiels unweigerlich eine gewisse Nostalgie verspüren. Wer sonntagmorgens früh aufgestanden ist, um Animes wie Dragon Ball Z oder One Piece zu schauen, findet sich hier wieder. Gleich zum Start des Spiels gibt es gleich eine bombastische Titelmelodie, die ganz an Sailor Moon und Co. erinnert.
Die Optik geht sogar so weit, dass stellenweise die Bilder pro Sekunde variabel eingestellt werden, sodass es noch mehr so wirkt als schaue man sich einen alten Anime oder Cartoon an.
- Maki und Omura sind unzertrennliche Freunde seit Kindertagen.
- Foto: Shapefarm/ Kepler Interactive
- hochgeladen von Michael Marbacher
Erzählerisch setzt Orbitals auf die Beziehung zwischen seinen beiden Hauptfiguren: Maki, die quirlige Energiereiche und Omura, der eher ordentliche Ruhige. Beide sind im Wrack eines mittlerweile zerstörten Raumschiffs zu Hause. Um ihr Heim von einem kosmischen Sturm zu retten, reisen sie durch die Galaxis erkunden sie Asteroidenfelder und verlassene Raumstationen und stoßen auf Rätsel, Gefahren und außerirdische Wesen.
Schnell geteilt
Eines vorweg: Singleplayer gibt es hier nicht. Orbitals muss zu zweit gespielt werden. Entweder man spielt online oder auf einer Konsole. Der Vorteil bei einer Switch 2: Sowohl online als auch in Person braucht nur eine Person das Spiel. Wer also zwei Switch 2 Konsolen zu Hause hat, kann im Handheld Modus gemeinsam loslegen. Das funktioniert über die Game-Share-Funktion der Switch 2.
Fazit
Während "It Takes Two mit ständig neuen Gameplay-Ideen und einer emotionalen Geschichte Maßstäbe" setzte, zeigte Split Fiction, wie abwechslungsreich und spektakulär ein kooperatives Abenteuer inszeniert werden kann. Orbitals beweist, dass ein gutes Koop-Spiel nicht zwangsläufig mit der schieren Masse an Gameplay-Ideen von Genrekollegen mithalten muss.
Manchmal reicht auch eine charmante Optik und Präsentation. Wer das nächste Couch-Spiel mit netten kleinen Herausforderungen sucht, wird hier fündig. Vor allem mit der richtigen Spielpartnerin oder -partner entfaltet Orbitals seine größten Stärken. Gerade Paare sollten Orbitals verpflichtend am Schirm haben.
MeinBezirk hat "Orbitals" von Nintendo zum Testen erhalten. Der Entwickler oder Publisher hatte keinen Einfluss auf den Testbericht.
Mehr Spieletests:
Link einfügen
Video einbetten
Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.
Karte einbetten
Social-Media Link einfügen
Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.
Code einbetten
Beitrag oder Bildergalerie einbetten
Foto des Tages einbetten
Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten
Du möchtest selbst beitragen?
Melde dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.
Hier gehts zu den aktuellen
Du möchtest kommentieren?
Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.