Von New York bis nach Wien
Die lange Geschichte der Regenbogenparade
- Seit dem Startschuss 1996 findet die Parade jährlich statt.
- Foto: Hosi Wien
- hochgeladen von Pia Rotter
Die Regenbogenparade in Wien zieht Jahr für Jahr tausende Besucherinnen und Besucher an. Doch wie entstand die Regenbogenparade eigentlich? MeinBezirk hat sich die Geschichte genauer angesehen.
WIEN. Der Ursprung der Regenbogenparade liegt in den Stonewall-Unruhen im Juni 1969 in New York City: In der Nacht vom 27. auf 28. Juni kam es nämlich in der Gay-Bar "Stonewall Inn" zu einer Polizeirazzia, da dort angeblich ohne Genehmigung Alkohol ausgeschenkt wurde. Daraufhin wurden die Angestellten festgenommen. Die verbliebenen Gäste wurden aus dem Lokal geworfen.
Bei der Razzia wehrten sich die Gäste erstmals öffentlich gegen die Polizei. Es kam zu mehrtägigen Protesten auf der Straße. Diese Ereignisse gelten heute als Wendepunkt, weil sich die LGBTQIA+ Gemeinschaft erstmals sichtbar und organisiert zur Wehr setzte.
Die Ursprünge
Ein Jahr später fand in New York die erste große Demonstration statt. Sie wurde "Christopher Street Liberation Day" genannt– benannt nach jener Straße, in der sich heute noch das "Stonewall Inn" befindet. Rund 4.000 Personen nahmen daran teil. Anders als in Wien wird die Regenbogenparade in New York "Christopher Street Day" genannt.
Diese Demonstration gilt als erste Pride-Veranstaltung der Welt. Ihr Ziel war es, an die Ereignisse im "Stonewall Inn" zu erinnern und gleichzeitig für gleiche Rechte zu demonstrieren. Aus diesem Protest entwickelte sich später der Begriff "Pride", was auf Deutsch "Stolz" bedeutet.
Politische Forderungen
In den folgenden Jahrzehnten breitete sich die Pride-Bewegung auf viele Länder aus. Aus kleinen Protestmärschen wurden große Veranstaltungen mit Musik, politischen Reden und Paraden. Heute finden sie in mehr als 100 Ländern statt. Neben dem Feiern geht es dabei nach wie vor um politische Forderungen wie den Schutz vor Diskriminierung und eine rechtliche Gleichstellung.
- In Wien fand die erste größere Pride-Demonstration 1996 statt.
- Foto: Hosi Wien
- hochgeladen von Pia Rotter
In Wien fand die erste größere Pride-Demonstration 1996 statt. Sie wurde wie heute Regenbogenparade genannt und führte über die Ringstraße. Anfangs nahmen etwa 25.000 Menschen daran teil. Heute ist die Veranstaltung deutlich größer: Auf der Regelbogenparade kommen jedes Jahr mehr als 100.000 Menschen zusammen, manchmal sogar mehr.
Veranstaltungsreihe Vienna Pride
Seit dem Startschuss 1996 findet die Parade jährlich statt. Zwischen 50 und 80 – die Zahl variiert von Jahr zu Jahr – verschiedene Trucks, Motivwägen und mobile Soundsysteme von Vereinen und Unternehmen nehmen daran teil. Seit 2007 gibt es zusätzlich zur Parade die Veranstaltungsreihe Vienna Pride mit Kultur- und Informationsangeboten sowie einem eigenen Pride Village am Rathausplatz.
Die 30. Regenbogenparade findet am Samstag, 13. Juni, auf der Ringstraße statt. Die ersten Gruppen treffen sich bereits um 9.30 Uhr vor dem Rathaus. Offizieller Start der Parade ist um 12 Uhr. Die Abschlusskundgebung findet etwa um 22 Uhr am Schottentor statt. Die Route führt entgegen der Fahrtrichtung einmal rund um die Ringstraße. Infos: www.viennapride.at
Anzeige
Weitere Artikel, die dir gefallen könnten:
Link einfügen
Video einbetten
Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.
Karte einbetten
Social-Media Link einfügen
Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.
Code einbetten
Beitrag oder Bildergalerie einbetten
Foto des Tages einbetten
Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten
Du möchtest selbst beitragen?
Melde dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.






Du möchtest kommentieren?
Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.