Wegen hoher Inflation
Altbaumieten steigen ab April 2023 um 8,6 Prozent
- Die Mieten steigen werden ab April 2023 um mehr als acht Prozent angehoben.
- Foto: Barbara Schuster
- hochgeladen von Barbara Schuster
Aufgrund der enormen Inflationsrate werden die Mieten ab April erneut angehoben. Der Richtwert steigt auf 8,6 Prozent.
WIEN. Die Inflation hat ihren höchsten Wert seit 1974 erreicht. Auf 8,6 Prozent ist die Inflation im Gesamtjahr 2022 gestiegen. Das gab die Statistik Austria am Montag bekannt. Das entspricht mehr als einer Verdreifachung der Inflationsrate gegenüber dem Jahr 2021, erklärte Tobias Thomas, Generaldirektor der Statistik Austria.
Das hat auch auf das heurige Jahr massive Auswirkungen. Denn damit ist nun fix, dass die Richtwerte für Mieten ab April empfindlich steigen werden. Bei bestehenden Mietverträgen gilt die Preisanpassung ab Mai. Betroffen sind davon rund 300.000 Haushalte in Österreich, rund die Hälfte davon in Wien. Die Mieten privater Altbauwohnungen werden um 8,6 Prozent angehoben. Betroffen davon sind vor allem jene, die einen Mietvertrag ab dem Jahr 1994 haben.
5-Prozent-Marke überschritten
Die Erhöhung der Mieten ist dabei gesetzlich vorgesehen, denn sie sind an den Verbraucherpreisindex gekoppelt. Bereits im Vorjahr kam es deshalb bei vielen Mieterinnen und Mietern gleich dreimal zu einer Erhöhung der Mietpreise. Auch die Kategoriemieten - also jene Mietverträge die zwischen 1982 und 1994 abgeschlossen wurden - stiegen aufgrund der hohen Inflation. Sobald die Inflationsrate die Marke der fünf Prozent seit der letzten Anpassung überschreitet, darf die Miete angehoben werden.
- Wegen der massiven Teuerung geraten viele Mieterinnen und Mieter in Wien in finanzielle Nöte, warnen Mietervereinigung und AK.
- Foto: sergio monti (YAYMicro)/panthermedia.net
- hochgeladen von Helene Leonhardsberger
AK und Mietervereinigung fordern Preisbremse
Bereits im November, als die dritte Anpassung für Mieterinnen und Mieter ins Haus stand, forderten Arbeiterkammer und Mietervereinigung eine Mietpreisbremse. Elke Hanel-Torsch, Vorsitzende der Mietervereinigung Wien, betonte bereits damals, dass es "völlig klar" sei, dass Wohnen reguliert gehöre.
Die SPÖ fordert schon länger einen Mietpreisdeckel, zuletzt etwa die völlige Aussetzung der Mieterhöhungen bis 2025. Die rote Wohnbausprecherin Ruth Becher sagte dazu im Sommer 2022, dass sich "systematisch überhöhte Mieten auf dem Privatwohnungsmarkt" nur durch "wirksame Mietpreisdeckel begrenzen" lassen.
Mehr zum Thema:
Link einfügen
Video einbetten
Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.
Karte einbetten
Social-Media Link einfügen
Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.
Code einbetten
Beitrag oder Bildergalerie einbetten
Foto des Tages einbetten
Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten
Du möchtest selbst beitragen?
Melde dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.
Hier gehts zu den aktuellen
Du möchtest kommentieren?
Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.