Große Militärübung
Lanzenkirchen, Bad Erlach, Walpersbach im Zentrum der „Wechselland 26“

 v.l.n.r: Bürgermeister Bernhard Karnthaler (Lanzenkirchen), Bürgermeisterin Bärbel Stockinger (Bad Erlach), Oberst Markus Hornof (Kommandant Akademikerbataillon), Kommandant der ABCAbwKp/Stabsbataillon 6 | Foto: Gemeinde Lanzenkirchen
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  • v.l.n.r: Bürgermeister Bernhard Karnthaler (Lanzenkirchen), Bürgermeisterin Bärbel Stockinger (Bad Erlach), Oberst Markus Hornof (Kommandant Akademikerbataillon), Kommandant der ABCAbwKp/Stabsbataillon 6
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Großübung „WECHSELLAND 26“: Über 1.600 Soldaten üben in der Region: Lanzenkirchen, Bad Erlach und Walpersbach im Zentrum des Geschehens

BEZIRK. (Red.) Seit Montag, dem 15. Juni, befindet sich das südliche Niederösterreich in der Hand des Österreichischen Bundesheeres. Bis zum Freitag, dem 26. Juni, läuft im Raum Lanzenkirchen, Bad Erlach und Walpersbach über Krumbach und Kirchschlag bis tief in die Bucklige Welt hinein die großangelegte Ausbildungsübung „WECHSELLAND 26“. Insgesamt stehen über 1.600 Soldaten im Übungseinsatz. Allein in den drei erstgenannten Gemeinden sind rund 400 Personen einquartiert. Bei der Übung arbeitet die Theresianische Militärakademie eng mit der 6. Gebirgsbrigade zusammen.

Neues Terrain statt Truppenübungsplatz

Im Rahmen eines Gemeindebesuchs erklärte Oberst Markus Hornof, Kommandant des Akademikerbataillons, der lokalen Gemeindeführung warum genau dieser Übungsraum gewählt wurde. „Auf klassischen Truppenübungsplätzen wie Allentsteig wissen die Berufssoldaten oft schon im Vorfeld ganz genau, wie sie taktisch vorgehen müssen, weil sie die Örtlichkeiten kennen. Hier in der Region ist das anders, für viele ist das ein völlig neues, forderndes Gebiet. Und für uns ist es natürlich besonders schön, wenn wir für so eine Ausbildung direkt in der Heimatregion bleiben können.“

Bürgermeister Bernhard Karnthaler hakte im Gespräch genauer nach, ob bei dieser Übung ausschließlich Berufssoldaten gefordert seien. Oberst Hornof entgegnete: „Nein, ganz im Gegenteil. Das ist genau das, was mir an dieser Übung besonders gut gefällt: Das Zusammenspiel zwischen Grundwehrdienern, Miliz- und Berufssoldaten. Gerade bei so einer intensiven Übung im Feld schweißt die gemeinsame Herausforderung enorm zusammen.“

Praxis, Simulation und Forschung

Die Ausbildungsübung „WECHSELLAND 26“ verfolgt mehrere strategische und praktische Ziele:

  • Einsatznahes Training: Geübt wird primär in den klassischen und entscheidenden Einsatzarten Angriff und Verteidigung.
  • Vom Lehrsaal in die Praxis: Für die Offiziersanwärter der Militärakademie bietet die Übung eine Chance, erlerntes Taktik-Wissen direkt im Gelände anzuwenden, Führungsverantwortung zu übernehmen und wertvolle praktische Erfahrungen zu sammeln.
  • Effiziente Innovation: Effiziente Innovation: Parallel zur Realübung in der Buckligen Welt wird eine simulationsgestützte computerbasierte Übung durchgeführt. Diese dient als Trainingsmethode für den Brigadestab.

Gemeindeführung zieht an einem Strang

Bürgermeister Bernhard Karnthaler (ÖVP, Lanzenkirchen) und Bürgermeisterin Bärbel Stockinger (Team Bürgermeister/ÖVP, Bad Erlach) zeigen sich vom professionellen Auftreten der Truppe begeistert und sind sich einig: „Es ist eine Selbstverständlichkeit, dass wir das Bundesheer bei so einer Übung voll unterstützen. Über 400 Soldaten direkt bei uns in den Gemeinden einzuquartieren, ist eine logistische Meisterleistung, das sieht man nicht alle Tage direkt vor der eigenen Haustür. Was besonders faszinierend ist, ist, wie professionell hier gearbeitet wird und wie die Grundwehrdiener und Berufssoldaten als ein Team funktionieren. Da wird echte Kameradschaft gelebt! Unsere Gemeinden stehen voll hinter der Truppe. Wir wünschen allen Soldatinnen und Soldaten eine erfolgreiche und vor allem unfallfreie Übung!"

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