Kehrbach Wiener Neustadt
Tierschützerinnen kämpfen um das Leben von Fischen und Krebsen
- Tierschützerinnen sind im Kehrbachbett unterwegs und versuchen Fische und Krebse zu retten.
- hochgeladen von Peter Zezula
Dass Seen, Flüsse und Bäche von der Trockenheit schwerst betroffen sind, darüber wurde bereits den ganzen Sommer über berichtet. Wenn dann noch "Instandsetzungsarbeiten" an einem Bachbett hinzukommen, dann wird das ökologische Gleichgewicht gehörig durcheinander gerüttelt. Am Kehrbach im Akademiepark kam es jetzt zu solch angespannter Situation.
WIENER NEUSTADT. Tierschützer, vornehmend Frauen, nur teilweise organisiert, erst durch eine Whatsapp-Gruppe am Laufenden gehalten, pilgerten am Montag und Dienstagnachmittag mit Kübeln und in Gummistiefeln in den Akademiepark um Krebstiere und Fische vorm Austrocknungstod zu retten. Heute, Mittwoch, soll es weiter gehen.
Bauarbeiten im Bachbett des Kehrbaches durch eine von der EVN beauftragte Baufirma - sie betreibt mehrere Wasserkraftwerke am Kehrbach - haben die Tiere in einen engen Korridor gedrängt, der zu ihrem Gefängnis und teilweise auch zu ihrem Todesurteil wurde. Die Empörung der Tierschützerinnen ist groß: "Vor allem unter den großen Steinen sind die meisten Krebse zu finden. Wir sind alle keine staatlich geprüften Flusskrebsretter und jeder gibt sein Bestes in dieser sehr traurigen Situation." Die geretteten Tiere freilich müssen sie in Kübeln sehr weit (Schätzung 700 Meter) an eine sichere Bachstelle tragen.
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Die Tierschützer informierten auch die Grünen Wiener Neustadt.
"Fischereiverein verständigt"
Rücksprache bei der EVN, deren Pressesprecher Stefan Zach nach Rücksprache mit einem beauftragten Fischereiverein folgendes sagte: "Es hat alles seine Normalität. Alle zwei Jahre muss das Bachbett gereinigt und nach Schäden untersucht werden." Der Fischereiverein habe - so Zach - im Vorfeld die meisten Tiere ableiten können. Und: "Bei den Krebsen handle es sich zum größten Teil um invasive Arten, die ohnehin nicht in den Bach gehören." Die Tierchen übrigens können sehr gut eine Woche lang im Bachbett überleben, hieß es.
Um die Tierschützer und Tierschützerinnen aufzuklären, wird heute Nachmittag (etwa 16.30 Uhr) ein Vertreter des Fischereivereines vor Ort sein.
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