03.09.2014, 13:43 Uhr

Nachzipf: Es gäbe bessere Lösungen!

Michael Dollischal (Foto: Schule)
Wiener Neustadt: Billinguale Schule |

Interview mit Direktor Michael Dollischal, NNÖMS Europaallee II – Wiener Neustadt
Bilingual Junior High School

Sind "Nachzipf" überhaupt notwendig? Sind sie doch für Eltern (finanziell) und Schüler (Nerven, "verhaute Ferien") eine reichliche Belastung.
Ich glaube, dass es sehr wohl Möglichkeiten geben muss, dass Schüler/innen versäumten/nicht gelernten Stoff nachlernen. Bin aber auch der Meinung, dass dies nicht Sache der Eltern sein darf, sondern Angelegenheit des Systems „Schule“. Habe das kürzlich in Amerika bei einem Studienaufenthalt gesehen. Dort wird in Form der Summerschool genau dieses Problem behandelt. Das könnte ich mir auch gut bei uns vorstellen.

Gäbe es Ihrer Meinung nach Alternativen?
Gäbe es mehr standardisierte Überprüfungen ( ähnlich Bildungsstandards) wäre die Sache objektiver. Unser Beurteilungssystem bietet viel Raum für Subjektivität und die Lernziele z.B. in Mathematik sind für ein und dasselbe Kind von Schule zu Schule verschieden. Das heißt, besteht ein 13 Jähriger in einer NMS heißt das noch lange nicht, dass er auch in einer Unterstufe AHS besteht. Es braucht eine Klarstellung der Lernziele nach jeder Schulstufe und objektive Testungen. Ich denke das wär eine Möglichkeit, Lehrer/innen, Schüler/innen und Eltern zu entlasten.

Welche Tipps haben Sie den Eltern von betroffenen Schülern gegeben?
Ich wurde nicht nach Tipps gefragt, das übernehmen meine Kollegen/innen. Sie haben den Auftrag, den betroffenen Schüler/innen Materialien zur Vorbereitung auf die Prüfung zur Verfügung zu stellen.

Wieviele Schüler hatten in Ihrer Schule eine Nachprüfung?
Trau mich gar nicht sagen J…1 Schüler von 280 hat zwei Nachzipf…! ...gute Schule!
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