Eichgrabener vor Gericht
"Hab mir gedacht, ihr könnt' ich meinen Penis zeigen"
- Fünf Mädchen im Alter von neun bzw. elf Jahren zeigte ein Eichgrabener sein Geschlechtsteil.
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Ein 34-Jähriger entblößte sich wiederholt vor jungen Mädchen. Unter anderem zeigte er einer Neunjährigen sein Geschlechtsteil am Neulengbacher Bahnhof.
NEULENGBACH/EICHGRABEN. Im März hätte er sich in Ottenheim erleichtert, als er ein neunjähriges Mädchen erblickte. "Dann hab' ich mir gedacht, ihr könnt' ich meinen Penis zeigen", so ein 34-Jähriger in der Verhandlung am Landesgericht St. Pölten.
Er eilte dem Kind hinterher und redete es auch direkt an, mit den Worten "T'schuldigung, kannst du mir helfen?". Laut der Staatsanwalt eine Aufforderung, seinen Penis zu berühren. So hätte er es aber nicht gemeint. "Ich wollte eben, dass sie meinen Penis anschaut", erklärte der Angeklagte. Für die Staatsanwaltschaft war dies aber dennoch ein Versuch, die Neunjährige sexuell zu missbrauchen.
Anklage war keine Abschreckung
Polizei und Staatsanwaltschaft begannen, zu ermitteln. Aber auch, nachdem dem Eichgrabener im April die Anklageschrift bezüglich des Vorfalles im März zugestellt wurde, konnte er sein Verhalten nicht ändern.
- Die Verhandlung fand am Landesgericht St. Pölten statt.
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Im Mai, auf einem schmalen Verbindungsweg beim Neulengbacher Bahnhof, entblößte er sein Geschlechtsteil vor einer Unmündigen. Er zeigte ihr seinen Penis durch den Hosen-Zipper. Onaniert hätte er nicht. Er hätte nur gewollt, dass sie ihn sieht.
Insgesamt vier Vorfälle
Anfang Juni traf er beim Bahnhof Neulengbach zwei junge Mädchen, im Alter von neun und elf Jahren. Er zeigte ihnen seinen Penis, indem er das Hosenbein seiner Shorts hochschob. Die beiden Mädchen entfernten sich von dem 34-Jährigen, doch er ging ihnen nach und setzte sich wieder zu ihnen, um sich erneut zu entblößen.
Wenige Tage später belästigte er eine Elfjährige während einer Fahrt im Regionalzug. Eine kurze, schwarze Sporthose hätte er getragen, und nichts darunter. Wieder hätte er ihr durch das Hosenbein seinen Penis gezeigt.
Er würde nicht immer auf Unterhosen verzichten, und hätte dies auch nicht absichtlich getan, falls er einem jungen Mädchen begegnen sollte. Es sei einfach zu heiß für Unterwäsche gewesen. Nachdem er den Zug verlassen hatte, zog er sich eine lange Hose über.
Einschlägig vorbestraft
Schon im Jahr 2024 wurde der Eichgrabener zu einer Geldstrafe verurteilt - aufgrund ähnlicher Tatbestände. Aufgrund der Gefahr, er könnte erneut junge Mädchen belästigen, musste er im Juni in Untersuchungshaft.
- Weil er auch nach der Anklage weiterhin Taten beging, musste der 34-Jährige in Untersuchungshaft.
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"Ich kann mir nicht erklären, warum mir das immer wieder passiert", so der 34-Jährige, selbst Vater zweier minderjähriger Kinder. Deswegen hätte er im Gefängnis eine Psychotherapie begonnen.
Urteil bereits rechtskräftig
Zu Beginn der Verhandlung verantwortete sich der Angeklagte teilweise schuldig. Er gestand die vier Vergehen der sittlichen Gefährdung von Personen unter sechzehn Jahren. Allerdings bekannte er sich nicht schuldig in Bezug auf den Vorwurf, er hätte versucht, die Neunjährige im März sexuell zu missbrauchen.
- Zu acht Monaten bedingter und 16 Monaten unbedingter Haft wurde der Eichgrabener verurteilt.
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Diese Verantwortung war für den Schöffensenat allerdings nicht glaubwürdig. Der Angeklagte wurde in allen Punkten schuldig gesprochen. Von sechs Monaten bis zu fünf Jahren Haft reichte der Strafrahmen. Verurteilt hat der Schöffensenat den 34-Jährigen zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren, davon 16 bedingt (rechtskräftig).
Für die dreijährige Probezeit ordnete der Senat Bewährungshilfe an sowie eine psychiatrische Behandlung in einem forensisch-therapeutischen Zentrum.
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