Ländliches Wegenetz
900.000 Euro für die Lavanttaler Wege

Ländliche Wege wie dieser sind die Lebensader für die Bewohner der Dörfer am Land
  • Ländliche Wege wie dieser sind die Lebensader für die Bewohner der Dörfer am Land
  • Foto: Büro LR Gruber
  • hochgeladen von Petra Mörth

Das Land fördert heuer Vorhaben im ländlichen Wegenetz im Bezirk Wolfsberg mit 655.000 Euro.

LAVANTTAL. Kärntenweit werden heuer vom Land Kärnten rund 9,7 Millionen Euro in das ländliche Wegenetz investiert, was allerdings ein Gesamtbauvolumen von um die 18 Millionen Euro – also quasi das Doppelte – auslöst. Da großteils regionale Firmen beschäftigt werden, freut es die Kärntner Wirtschaft.

338 Projekte in Kärnten

Die Agrartechnik des Landes setzt im ganzen Land 338 Wegprojekte um, 66 davon betreffen allein Wege, die während des Sturmtiefs "Vaia" erwischt wurden. Diese 66 beschädigten oder zerstörten Wege weisen einen Schaden von 1,9 Millionen Euro auf, 1,1 Millionen Euro wurden an Landesförderung zugesichert. Von den fast zehn Millionen Euro an Landesförderung fließen sechs Millionen in bereits fixierte Projekte – in sehr vielen Gemeinden (98 von 132). Die restlichen rund vier Millionen Euro kommen Projekten zugute, die derzeit noch ausgearbeitet werden. Im Bezirk Wolfsberg betragen die Baukosten der schon fixen Vorhaben heuer zirka 900.000 Euro, wovon 655.000 Euro gefördert werden. Der zuständige Landesrat Martin Gruber (ÖVP) weiß um die Bedeutung des ländlichen Wegenetzes, schließlich war er selbst mal Bürgermeister einer kleinen Gemeinde: "Es ist mir ein großes Anliegen, dass wir in das ländliche Wegenetz investieren. Weil ich weiß, dass diese Infrastruktur entscheidend ist für die Mobilität der ländlichen Bevölkerung und damit auch für ihre Lebensqualität."

Große Projekte im Lavanttal

In Reichenfels werden etwa in das Projekt "Schirnitz – Sommerauberg" insgesamt 2,3 Millionen Euro investiert – über mehrere Jahre hinweg. Auf 500 Metern wird eine neue asphaltierte Wegtrasse errichtet, weil der Weg in diesem Bereich zu steil ist und daher abrutscht. Das Vorhaben "Schilting" befindet sich in der Stadtgemeinde Wolfsberg, die Investitionssumme beträgt insgesamt 284.000 Euro. Dieser Weg ist zurzeit nur eingeschränkt befahrbar, weil der alte Rohrdurchlass unter der Bachquerung zusammengebrochen ist. Deshalb entsteht ein neuer Rohrdurchlass. Außerdem wird der Weg auch neu asphaltiert. Das Projekt "Zippusch vlg. Hohenwarter" in St. Andrä ist auch auf der Liste, wofür insgesamt 214.000 Euro fließen. Hier werden auf der bestehenden schmalen, steilen Schotterstraße tal- und bergseitige Böschungssicherungen durchgeführt. Gruber: "Ob Fahrten zur Arbeit, zur Schule oder zum Arzt, die Erreichbarkeit mit Rettung und Feuerwehr, die Teilnahme am gesellschaftlichen und kulturellen Leben, die Bewirtschaftung der ländlichen Gebiete – für all das ist das ländliche Wegenetz eine Grundvoraussetzung."
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Zur Sache:

In Kärnten gibt es zirka 8.600 Kilometer ländliches Wegenetz, davon befinden sich 2.900 Kilometer in gutem oder sehr gutem Zustand (über Erhaltungsprogramm "Modell Kärnten").
Das ländliche Wegenetz bilden Straßen und Wege außerhalb des Ortsgebietes, die mit Kraftfahrzeugen befahren werden können. Nicht dazu gehören: Maut- und Forststraßen sowie Almwege.
Die Wegprojekte betreuen Mitarbeiter der Agrartechnik des Landes, die auch bei Katastrophen zum Einsatz kommen. Bei der Errichtung der Umfahrungsstrecke bei Promeggen im Lesachtal war zum Beispiel der Agrarbauhof maßgeblich beteiligt.

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