10.06.2016, 13:51 Uhr

Museumsverein-Exkursion zur "Graf"-Säge

Die Exkursion startete auf dem Schlossplatz
Wald in der Weststeiermark: Graf Säge |

Wolfram Scherübel gewährte Einblick in das Kleinod.

Mit der Exkursion zur „Graf-Säge“ in Wald führte der Museumsverein Stainz seine Mitglieder zu einem Kleinod der handwerklichen Arbeitswelt. Warum Kleinod? Die Anlage präsentiert sich im Originalzustand zu Anfang des 20. Jahrhunderts. Die Anreise? Zu Fuß unter der Leitung von Obmann Helmut Fladenhofer, der die Wanderung durch den Bründlwald bereicherte, indem er auf Besonderheiten in der Pflanzen- und Tierwelt hinwies.
„Die Säge wurde 1865 urkundlich erstmals erwähnt“, hieß Wolfram Scherübel, der ehrenamtliche Betreiber der Anlage, die Besucher willkommen. Ursprünglich kleiner, wurde die Säge 1911 auf ein Vollgatter mit bis zu 17 Blättern umgestellt. „Hier wurden die Stämme angeliefert“, zeichnete er den Weg des Holzes vom Lagerplatz über das Blochwagerl bis zum Einspannen für den Schnitt nach. „Mit dem Vortrieb wurde die Geschwindigkeit geregelt“, ließ er wissen, dass für ein normales Bloch etwa dreißig Minuten benötigt werden. Nachsatz: „Für eine rentable Bewirtschaftung reicht das natürlich nicht aus.“
Für eine hobbymäßige Bewirtschaftung aber allemal. „In den 25 Jahren als Solist habe ich viel gelernt“, berichtete er über die Regulierung der Wassermenge durch den Öldruckregler, die Probleme mit dem zu geringen Wasserpegel und das schadhafte Fluder. Er zeigte aber auch das Schärfen und Schränken der Blätter in der Schleifkammer, die Packanlage für das Spreißelholz und die Saumsäge für den glatten Längsschnitt vor.
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