23.05.2016, 08:00 Uhr

Feuerwehr und Bergrettung übten gemeinsam auf der Festenburg

Eine gemeinsame Übung der beiden Einsatzorganisationen Feuerwehr und Bergrettung veranstaltete die Freiwillige Feuerwehr St. Lorenzen am Wechsel auf der Festenburg. Zahlreiche Feuerwehren aus dem Abschnitt V sowie die Bergrettung Waldbach nutzten diese einzigartige Chance, bei besonderen Gegebenheiten zu üben und folgten der Einladung.
Unter dem Motto: „Ständiges gemeinsames und einsatzorganisationsübergreifendes Üben“ und immerwährende Fort- und Weiterbildung wurde eine bis dato einzigartige Übung im Feuerwehrabschnitt V von der Freiwilligen Feuerwehr St. Lorenzen am Wechsel vorbereitet. Unter der Leitung von Orts- und Abschnittsfeuerwehrkommandanten Markus Allmer wurden für die Feuerwehren des Abschnittes V und für die Bergrettung Waldbach drei anspruchsvolle und praxisnahe Einsatzszenarien für den Fachbereich „Menschenrettung und Absturzsicherung“ vorbereitet. Ideale Voraussetzung für diese Übung bot das steile und abschüssige Gelände rund um die Festenburg.

Anspruchsvolle Übungsszenarien für Einsatzorganisationen
Das Team rund um ABI Allmer baute für die Feuerwehr- und Bergrettungstrupps drei überaus interessante und zugleich anspruchsvolle Lagen auf.
Übungsannahme I lag darin, eine Person, welche auf einen Baum geklettert war, den Abstieg aber nicht mehr selbst durchführen konnte, zu retten. Mittels eines gesicherten Vorstieges mussten die freiwilligen Helfer der Feuerwehr und Bergrettung, welche die Aufgaben gemeinsam meisterten, zur Person auf den Baum vordringen. Durch eine entsprechende Rettungsausrüstung, welche dem „Opfer“ angelegt wurde, konnte die Person über einen hergestellten Abseilmechanismus gerettet werden.
Übungsannahme II lag darin, eine Person, welche im steilen Gelände rund um die Festenburg verunfallte, zu retten. Wiederum, über einen gesicherten Vorstieg, musste ein Seilweg, über welchen eine Notärztin zum Verunfallten begleitet wurde, herstellt werden. Im Anschluss galt es, das Opfer über diesen sicheren Seilweg aus dem abschüssigen Gelände mittels Korbtrage zu retten.
Übungsannahme III lag darin, einen Waldbrand, welcher in einem Abgrund ausgebrochen war, mittels Waldbrandrucksäcken zu löschen. Hierfür mussten Feuerwehrmitglieder, welche mit den Sonderlöschgeräten (Waldbrandrücksäcken) ausgestattet waren, in das unzugängliche Gelände abgeseilt werden. Ein weiteres Erschwernis war die Annahme, dass sich ein Feuerwehrkamerad bei den Löscharbeiten im steilen Abgrund verletzt hatte und von den übrigen Kameraden bzw. der Bergrettung gerettet werden musste.
Geschulte „Augen“ beobachteten die Übung
Sämtliche Feuerwehr- und Bergrettungstrupps arbeiteten stets mit größter Sorgfalt und äußerst gewissenhaft, unter Beobachtung der Sachbereichsbeauftragten, die Übungslagen ab. Von den hervorragenden Leistungen der Teilnehmer konnte sich nicht nur Markus Allmer, sondern auch Bereichsfeuerwehrkommandant-Stellvertreter, Brandrat Bgm. Thomas Gruber, überzeugen. Dieser bedankte sich nicht nur beim Kommando der FF St. Lorenzen für die mustergültige Vorbereitung und Abwicklung dieser wertvollen Übung, sondern auch bei der Bergrettung für die gute Zusammenarbeit zwischen den Einsatzorganisationen.
Übungsplaner Markus Allmer richtete seinen Dank gleichermaßen an die Feuerwehren und die Bergrettung, welche an der Übung teilnahmen und lud im Anschluss sämtliche Teilnehmer zu einer Stärkung ins nahegelegene Gasthaus Schwarz.
An der gesamten Übung, welche mehrere Stunden in Anspruch nahm, beteiligten sich sechs Feuerwehren aus dem Abschnitt V mit 28 Mitgliedern sowie die Bergrettung Waldbach mit 11 Mitgliedern.

Bericht und Fotos: DDI Hans Peter Feichtinger
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