21.09.2016, 12:48 Uhr

Internationaler Tag des Friedens, 21.09.2016

Innsbruck: Vereinigungskirche | Am Vorabend des Internationalen Tages des Friedens trafen sich sechs Religionen in den Räumlichkeiten der Familienföderation für Weltfrieden – Tirol / Vbg. (Vereinigungskirche) in Innsbruck, um sich im interreligiösen Dialog über den Frieden auszutauschen. In den Ansprachen wurde dabei sowohl auf die Erreichung eines inneren Friedens als einzelne Person als auch auf den Frieden zwischen Menschen, Völkern und Nationen eingegangen.

Grundtenor war, dass der Mensch selbst für seine Geschicke verantwortlich zeichnet, speziell wenn es um Friedfertigkeit und Frieden geht. Alle vertretenen Religionen, Buddhisten, Aleviten, Vereinigungskirche, Neuapostolische Kirche, Evangelische Kirche und die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen) verurteilen jegliche Form von religiösen Kriegen und setzen stattdessen auf das Miteinander der Konfessionen. Religionen sind nicht dazu da, ihre Unterschiede sondern ihre Gemeinsamkeiten herauszustreichen. Religion sein ein Mittel und Werkzeug in der Erhaltung von Frieden und Eintracht und dient zur Entwicklung von stabilisierenden Werten speziell innerhalb der Familie.

Der Vertreter der Kirche Jesu Christi HLT versuchte die Wertigkeit des Friedens aus einer geschichtlichen Perspektive zu beleuchten. Dabei zitierte er aus fünf Heiligen Schriften und erforschte zuerst die Quelle und den Ursprung des Friedens:

"Und wäre es möglich, dass der Mensch die Teilchen der Erde zählen könnte, ja, Millionen Erden gleich dieser, so wäre das noch nicht einmal der Anfang der Zahl deiner Schöpfungen;… und du hast Zion in deinen eigenen Schoß aufgenommen, aus all deinen Schöpfungen, von aller Ewigkeit bis in alle Ewigkeit; und nichts als Frieden, Gerechtigkeit und Wahrheit ist die Stätte deines Thrones; und Barmherzigkeit wird vor deinem Angesicht einhergehen und kein Ende haben;" (Mose 7:30)

In der Mitte der Zeiten kam der Fürst des Friedens selbst auf diese Welt um die Möglichkeit dieses ewigen Friedens zu proklamieren:

"Denn uns ist ein Kind geboren, uns ist ein Sohn gegeben; und die Herrschaft wird auf seiner Schulter sein; und sein Name wird genannt werden: Wunderbar, Ratgeber, der Mächtige Gott, der Immerwährende Vater, der Fürst des Friedens." (2.Nephi 19:6-7)

Eine seiner Hauptlehren handelt davon, wie Friede erreicht werden kann:

"Und vor allem: Bekleidet euch mit dem Band der Nächstenliebe wie mit einem Mantel, denn es ist dies das Band der Vollkommenheit und des Friedens." (LuB 88:125)

In Anlehnung an dieses Muster versuchten in der Vergangenheit verschieden Völker diesen Frieden zu erreichen. Eines davon berichtet von einem zweihundertjährigen Frieden auf Basis der Lehren des Friedensfürsten:

"… der Sohn der Rechtschaffenheit wird ihnen erscheinen; und er wird sie heilen, und sie werden mit ihm Frieden haben, bis drei Generationen vergangen sind und viele von der vierten Generation in Rechtschaffenheit von hinnen geschieden sein werden." (2.Nephi 29:9-11)

Doch wo steht die Welt heute? Hat die Lehre des Fürsten des Friedens noch Gewicht? Eine vor Alters gegebene Verheißung gibt uns Hoffnung:

"Dann schmieden sie Pflugscharen aus ihren Schwertern / und Winzermesser aus ihren Lanzen. Man zieht nicht mehr das Schwert, Volk gegen Volk, / und übt nicht mehr für den Krieg." (Jes 2:4)

Die Veranstaltung endetet noch mit angeregten Diskussionen um das Thema Frieden.
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