14.03.2016, 11:47 Uhr

Belastung durch Pendler: Vier Fünftel kommen mit Auto

Täglich kommen 400.000 Menschen mit dem Auto nach Wien. Ein Mitgrund: Der öffentliche Verkehr ist nicht leistungsfähig genug.

400.000 Pendler kommen täglich mit dem Auto. Das hat der Verkehrsclub errechnet. Mit besseren Öffi-Verbindungen ließe sich diese Zahl deutlich senken.

WIEN. Während der Anteil der autofahrenden Wiener laufend sinkt, kommt der Großteil der Pendler immer noch mit dem Auto. Täglich kommen rund 500.000 Menschen nach Wien - 400.000 davon mit dem Auto. Das hat der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) errechnet.

Im Frühverkehr gibt es je nach Korridor große Unterschiede: Aus dem Raum Gänserndorf pendeln 62 Prozent mit dem Auto nach Wien, aus dem Raum Mistelbach 66 Prozent und aus dem Raum Stockerau sogar 72 Prozent. Geringer ist der Anteil des Autoverkehrs aus dem Korridor St. Pölten: Vom Westen kommen 58 Prozent mit dem Auto nach Wien.

Seit dem Jahr 2009 ist in diesem Raum der Anteil des Öffentlichen Verkehrs um ein Drittel auf 42 Prozent gestiegen. „Die Beschleunigung und die häufigeren Bahnverbindungen auf der Westbahnstrecke sowie die Ausweitung des Parkpickerls in den Westbezirken" seien der Grund, heißt es beim VCÖ.

Zahl der Öffi-Nutzer verdoppeln

Laut einer Studie von Arbeiterkammer und TU Wien könnte die Zahl der mit der Bahn nach Wien pendelnden Beschäftigten verdoppelt werden, da auch viele Autopendler einen Bahnhof in der Nähe haben. Um dieses Potenzial auszuschöpfen, bräuchte es aber häufigere Bahnverbindungen und einen Ausbau des S-Bahn-Netzes.

Übrigens: In Sachen Motorisierungsgrad zeigen sich mittlerweile große Unterschiede zwischen Wien und und seinem Umland. Während es in Wien nur noch 372 Autos pro 1.000 Einwohner gibt, sind es in Wien-Umgebung 598 Pkw, im Bezirk Korneuburg 630, im Gezirk Gänserndorf 633 und im Bezirk Mödling 655 Pkw.
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