19.07.2016, 10:29 Uhr

Mitteregg: Schmiedeeiserne Prozessionsstäbe mit Schleifen feierlich aufgestellt

Feierliches Aufstellen der Prozessionsstäbe mit Vulgoschleifen in Mitteregg: (v.l.) Bernhard Klösch, Keltenschmied Ewald Stani, Johann Pucher, Gustav Höfer, und Peter Maxl.

Eine einzigartige Verbindung zwischen dem Rieglaufi-Rieglobi-Fest und den daran teilnehmenden Betrieben schaffen nun schmiedeeiserne Vulgotafeln von Keltenschmied Ewald Stani.

Seit bereits 13 Jahren gibt es nun das beliebte Familien- und Weinbergfest in Mitteregg (Gemeinde St. Nikolai im Sausal) entlang von rund 20 Stationen auf dem Mitteregger Bergrücken, bei dem Buschenschänken, Kaffeehäuser und Familien als Gastgeber fungierten. Nun wurden im Rahmen des Projekts "dorsum", einer Bischofsskulptur an der Straße vor dem Buschenschank Höfer, gleich acht im Zuge des jüngsten Rieglaufi-Rieglobi-Festes geschmiedete Prozessionsstäbe aus feierlich aufgestellt und der Skulptur hinzugefügt.

Schmiedeeiserne Bischofsskulptur

Zusätzliche Attraktion des heurigen Festes war ein Schauschmieden von Ewald Stani und Manuela Skergeth beim Buschenschank Höfer, vulgo Puff`n. Die Schmiedemeister schufen nicht nur neue Teile einer im Vorjahr aufgestellten Skulptur zu Ehren des Hl. Nikolaus (Projekt „dorsum“), sondern auch schmiedeeiserne Vulgotafeln. Die Protagonisten des Rieglaufi-Rieglobi-Festes tragen somit auf dem Bergrücken die Tradition der Geschichte ihrer Ahnen weiter und bauen eine „Brücke“ zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Sie sorgen dafür, dass das geschichtsträchtige Schmiedefeuer am Mitteregger Riegl weiter hell lodert, da die Skulptur jedes Jahr wächst.

Gedanken des Metallkünstlers

„Dank der Bischofsskulptur und der acht Prozessionsstäbe in Form eines Bischofsstabes mit einer Schleife mit dem jeweiligen Vulgonamen von Liegenschaften darauf, werden am Mitteregger Riegl Geist und Historie des Heiligen Nikolaus entlang des Hügelpfades visuell wahrnehmbar und ein neues Kulturgut von starker Symbolik und bleibendem Wert für die Nachwelt geschaffen. Die acht wie Fahnen im Wind wehenden Schleifen an den Stäben repräsentieren die Vulgonamen jener Liegenschaften, auf denen die Betriebe jener Akteure stehen, die auch beim jährlichen Fest für ein besonderes Kulinarium sorgen“, betont Keltenschmied Ewald Stani.

Künftige Zeremonie

Nun ist geplant, für die Zeit einer Veranstaltung, die Prozessionsstäbe bei der Bischofsskulptur wieder abzuholen und zur jeweiligen Liegenschaft zu bringen und dort aufzustellen. Die Stäbe zeichnen dann den als an der Veranstaltung teilnehmenden Betrieb aus und visualisieren dem Besucher, das es sich um einen Protagonisten des Kulinariums handelt. Nach Ende des Festes kehren die Prozessionsstäbe wieder an den angestammten Platz bei der Bischofsskulptur zurück.

Meinungen zur nachhaltigen Tradition

"Die Skulptur und die nun aufgestellten Prozessionsstäbe mit den Vulgonamen darauf sind ein nachhaltiger Blickfang für unser Fest. Wir wollen das Kunstwerk von Jahr zu Jahr erweitern, in dem etwas hinzugefügt wird, und der Nachwelt kulturell Bleibendes hinterlassen", meint Festorganisator Bernhard Klösch, vulgo "Steiri".
"Wir sind Ewald Stani sehr dankbar, dass er sich die Mühe macht, für uns hier heroben Kunst von bleibendem Wert zu schaffen", meint Gustav Höfer, vulgo "Puffn".
"Dank der Skulptur und der Prozessionsstäbe wird das Fest immer in Erinnerung bleiben und unser Zusammenhalt eindrucksvoll dokumentiert", freut sich Grete Bretterklieber von der Mitteregger Stub´n.
"Skulptur und Aussicht sind eine Einladung an Besucher, nach Mitteregg zu kommen und zu besichtigen, was hier geschaffen wird. Wir freuen uns, wenn Gäste auch unsere Betriebe besuchen", so Peter Aldrian, vulgo Maxl.
"Ich sehe die Prozessionsstäbe vor allem als Symbol der Gemeinschaft, Zusammengehörigkeit, Fruchtbarkeit und des Erfolges des Festes", erläutert Aussteller und Künstler Johann Pucher.
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