20.05.2016, 15:45 Uhr

Endlich rauchfrei: "Der Wille muss da sein"

"Der Trend geht Richtung Nichtrauchen, auch bei den Jugendlichen sehe ich das", sagt Flink. (Foto: P. Tobisch)

Am 31. Mai ist Weltnichtrauchertag. Eine Gelegenheit, sich mit dem Rauchstopp auseinanderzusetzen.

BEZIRK (gasc). Rauchen ist gefährlich – das ist den meis-ten nicht neu. Ein Drittel aller Krebsfälle und Gefäßerkrankungen sowie 90 Prozent aller Lungenkrebsfälle gehen auf die Nikotinsucht zurück. Oft kommen diese Krankheiten aber erst nach zwanzig Jahren.
Peter Flink hält an Rieder Schulen Vorträge übers Nicht-Rauchen und konkretisiert: "Rauchen ist der größte Killer in Österreich mit geschätzten 10.000 bis 12.000 vorzeitigen Todesfällen pro Jahr. Natürlich sterben nicht alle Raucher am Rauchen, aber mit jeder Zigarette steigt das Risiko." Doch nicht nur man selbst, auch das soziale Umfeld leide an dem Laster: "Es geht zum einen um den Passivrauch: Kalter Rauch bleibt im Raum und einige krebserregende Substanzen werden durch Abkühlung sogar noch aggressiver", so Flink. "Es geht aber auch um die Vorbildwirkung. Rauchen ist fast immer Nachahmung: Nachahmung der Eltern, der Freunde oder der Arbeitskollegen." Man sollte sich also bewusst machen, dass man mit seinem Handeln auch Einfluss auf andere ausübt.

Jeder Tag herausfordernd
Um die lästige Zigarette endlich loszuwerden, empfiehlt Peter Flink, das gesamte Leben umzukrempeln – immer mit dem Ziel, gesünder zu werden. Er rät: "Jeder Aufhörwillige muss neue Gewohnheiten und Rituale einlernen, wie etwa Bewegung nach dem Essen statt der Zigarette danach. Zu Beginn hilft es, besondere Koppelungen, wie Alkohol und Rauchen oder Kaffee und Rauchen, zu durchbrechen, indem man Milch oder Wasser trinkt." Nikotinersatzmittel können gegen die Abhängigkeit helfen. Manchmal helfe auch, sich einfach vorzunehmen, heute einmal keine Zigarette zu rauchen. Und zwar jeden Tag.
Gegen Entzugserscheinungen rät Flink zu Bewegung: "Dabei kann man ohnehin schwer rauchen, die Atemwege erholen sich und man kommt auch so zu Glückshormon-Ausstoß. Ansonsten hilft kalorienarmes Essen oder einfach zu warten, bis es wieder besser geht.

Gesund, schön & ausdauernd
Peter Flink hielt heuer bereits an einigen Rieder Schulen Vorträge, etwa in den Neuen Mittelschulen Aurolzmünster, bei den Franziskanerinnen Ried und im Polytechnikum Ried. Darüber erzählt er: "Ganz wichtig ist mir dabei, gemeinsam mit den Kids die Vorteile eines rauchfreien Lebens zu erarbeiten – mehr Geld, mehr Ausdauer und Kondition, mehr Schönheit, bessere Gesundheit, auch wenn dies noch etwas weiter weg ist für die Jugendlichen."
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