15.03.2016, 09:05 Uhr

Die Meister der Forstwirtschaft

Der "Wald in Frauenhänden": Für Frauen bietet die forstliche Ausbildungsstätte Pichl zusätzlich eigene Damenkurse. (Foto: Konrad)

4.000 Teilnehmer nutzen jährlich die Angebote der forstlichen Ausbildungsstätte Pichl in St. Barbara.

Die forstliche Ausbildungsstätte Pichl der Landwirtschaftskammer Steiermark in St. Barbara-Mitterdorf ist die einzige dieser Art in der Steiermark. "Jedes Jahr nutzen rund 4.000 Teilnehmer aus ganz Österreich unsere Angebote", so Leiter Martin Krondorfer.
Neben der Ausbildung zum Forstfacharbeiter, zum Meister der Forstwirtschaft und zum Biomasse-Facharbeiter werden Zertifikats-Lehrgänge zum Motorsägen- und Seilanlagenführer, Waldpädagogen oder Waldameisenheger angeboten. Zusätzlich dazu finden im Jahr 200 Workshops zu verschiedensten Themen statt. Neben einem Baumabtragekurs, dem traditionellen Blockhaus- und Holzzaunbau, finden sich auch Seminare zu Biomasse und erneuerbaren Energien sowie ein Motorsägenschnitzkurs. Die forstliche Ausbildungsstätte verfügt selbst über einen 350 Hektar großen Lehrforst, wo praktische Tätigkeiten und Bewirtschaftungs-Möglichkeiten gelehrt werden können. Das Team der forstlichen Ausbildungsstätte zählt 14 Mitarbeiter.

Damenkurse

Immer mehr Frauen besitzen oder bewirtschaften selbst einen Wald. "Der Frauenanteil bei Seminaren lag früher bei ein bis zwei, heute bei 20 Prozent", sagt Krondorfer. Für Frauen bietet die forstliche Ausbildungsstätte zusätzlich auch eigene Damenkurse an. Im Rahmen der Initiative "Wald in Frauenhänden" werden zudem neben Waldspaziergängen beispielsweise zum Thema Waldpflege auch Exkursionen zu Sägewerken sowie forstliche Kurse und Seminare zu verschiedensten Themen angeboten.
Die Zielgruppen der forstlichen Ausbildungsstätte reichen von Waldbesitzern, naturinteressierten Privatpersonen und Mitarbeitern verschiedenster forstlicher Institutionen bis zu Jagdinteressierten, Feuerwehrmitgliedern und Beschäftigten von Gemeinden und Energieversorgern.
"Der Wald als Einkommensquelle wird immer wichtiger. Die Bedeutung des Rohstoffes Holz steigt immer mehr. Holz ist ein Rohstoff, der nachwachsen kann. Ein nachhaltiges Konzept ist daher sehr wichtig", weiß Krondorfer, der selbst Forstwirtschaft studiert hat.

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Ernest Ganster aus Mürztal | 15.03.2016 | 09:23   Melden
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