22.04.2016, 08:44 Uhr

Extrem schwierige Marktlage für OM

Die Leitprodukte der Obersteirischen Molkerei sorgen für ein erfolgreiches Wirtschaften. OM-Geschäftsführer Friedrich Tiroch, Landforst-Geschäftsführer Dieter Hölzl, Vorstandsobmann Jakob Karner und Aufsichtsratsvorsitzender Hans Peter Kleemaier mit der Milchkönigin Melanie Schlagbauer (Mitte) mit den Milchprinzessinnen Barbara Neuper (rechts) und Laura Hasler (links). (Foto: Waldhuber)
Autor: Heinz Waldhuber




Generalversammlung der Obersteirischen Molkerei. Steigende Milchmengen bei sinkenden Milchpreisen.

KNITTELFELD, KOBENZ. Das Auslaufen der Milchquote im April 2015 hat der heimischen Milchwirtschaft nicht die erhoffte, „sanfte Landung“ gebracht: „Wir erleben derzeit gerade eine Bruchlandung sondergleichen, da die Monat für Monat ansteigenden Milchmengen nicht entsprechend wertschöpfend vermarktet werden können“, so der Chef der Obersteirischen Molkerei, Ing. Friedrich Tiroch im Rahmen der am Freitag, 15. April 2016, abgehaltenen Generalversammlung in der Kobenzer Zechnerhalle. Ein dramatisch gesunkener Milchpreis ist angesichts dieses Überangebotes der Fall: „Damit wird die hochqualitative Arbeit auf den Bauernhöfen nicht mehr entsprechend belohnt, einige Betriebe geraten sogar in massive finanzielle Schwierigkeiten“, so Tiroch. Dennoch stehe man zu einer unlimitierten Milchanlieferung, setze dabei aber auf die Eigendisziplin der Landwirte.

Strategisch gut positioniert

Tatsächlich hat sich die OM bereits vor Auslaufen der Milchquote strategisch auf die gesteigerten Milchmengen eingerichtet. Das kommt nicht nur mit rund 60 Millionen Euro, die als Milchgeld ausbezahlt wurden, zum Ausdruck, sondern eindrucksvoll in den derzeit laufenden Um- und Ausbauarbeiten im Knittelfelder Käsewerk. Die Erweiterung des Reife- und Logistikzentrums in Spielberg wird schon in wenigen Monaten die Voraussetzungen für eine gesteigerte Wertschöpfung bringen. 2015 verzeichnete man eine Milchanlieferung von 152,3 Millionen Kilogramm, wobei 66 Prozent auf konventionelle Silomilch und 18 Prozent auf Biomilch entfielen.
„Wir gehen davon aus, dass wir unser Investitionspaket, der Ausbau der Knittelfelder Käserei und der Spielberger Reiferäume bis Jahresmitte 2016 abschließen werden und sodann mit einem wesentlich erhöhten Verarbeitungsvolumen fahren können“, so OM-Geschäftsführer Friedrich Tiroch.

Interessante Produktlinie

Am Markt habe sich die OM wiederum mit interessanten Produktlinien, vor allem im Käsebereich, gut weiterentwickelt und konnte so einen Umsatz von rund 95 Millionen Euro erzielen, berichtete Tiroch.
Vorstandsobmann Jakob Karner ergänzte: „Unsere Leitprodukte, der steirische Bergkäse aus Heumilch, aus Biomilch die gesamte ,Zurück-zum-Ursprung‘-Produktpalette und unser neuer Star aus Silomilch, der Erzherzog Johann, machen Freude und lassen die Exportzahlen ständig steigen!“
Positive Bilanz der Landforst
Herausfordernd war das Geschäftsjahr 2015 auch für die OM-Tochter Landforst, für die deren Geschäftsführer Ing. Dieter Hölzl berichtete. Bereits zum dritten Mal in Folge musste ein Umsatzrückgang verzeichnet werden musste. –Schuld daran seien die stark gesunkenen Energiepreise. Trotzdem konnte das mehr als 400 Mitarbeiter beschäftigende Unternehmen wiederum ein sehr erfreuliches Bilanzergebnis erzielen. Nach vielen bürokratrischen Hürden hoffe man, 2016 den Um- und Ausbau des Knittelfelder Marktes endlich in Angriff nehmen zu können, so Hölzl.

Gute Entwicklung der Öforst

Erfreulich entwickelt hat sich auch die zweite OM-Tochter, die in Judenburg etablierte Öforst GmbH, die sich mit dem Verkauf und der Servicierung von professionellen Holzerntemaschinen beschäftigt. Mit 13,9 Millionen Euro Umsatz konnte sie an die guten Ergebnisse der Vorjahre anschließen.
Die Generalversammlung der OM fand ihren Ausklang beim geselligen Beisammensein.
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