14.06.2016, 18:00 Uhr

Kräftiges Lebenszeichen der Kirche in Schärding

800 Menschen feierten mit Priestern, haupt- und ehrenamtlichen Seelsorgern des Dekanates gemeinsam Gottesdienst.
SCHÄRDING (ebd). Ein kräftiges Lebenszeichen der Kirche im Dekanat Schärding war das Fest am 12. Juni in der Bezirkssporthalle Schärding. 800 Menschen feierten mit allen Priestern, haupt- und ehrenamtlichen Seelsorgerinnen des Dekanates gemeinsam Gottesdienst. Ein Chor mit fast 100 Mitgliedern aus allen 12 Pfarren umrahmte den Gottesdienst festlich. 50 Ministranten begleiteten die Vertreter der Pfarren und „Pastoralen Knotenpunkte“ in den Feiersaal. Diakon Thomas Diesenberger aus Rainbach berichtete, wie ihn die Arbeit mit Obdachlosen geprägt hat und dass er viel von ihnen gelernt hat. Seelsorgeteammitarbeiterin Maria Duscher aus Suben erzählte von ihren Herzensanliegen: Glaube kann man nur weitergeben, wenn man selber dafür brennt. Wir dürfen darauf vertrauen, dass Gott bei uns ist, bis ans Ende der Tage."

Viele Statements drehten sich um die Arbeit mit Flüchtlingen. Kirchliche Mitarbeiter lassen sich herausfordern und leisten große Beiträge zur Integration. Dechant Edi Bachleitner wies darauf hin wie wichtig gerade die Kinder in der Liturgie und in der Kirche insgesamt sind und forderte die Mitfeiernden auf, auch selber einmal zu lachen, wie Kinder es oft tun.

Am Nachmittag gaben unter dem Titel "Face to faith" 11 Personen Glaubenszeugnisse. Darunter Biobauer Johannes Liebl: "Unkräuter sind oft wie Menschen, die in dein Leben treten: sie zeigen dir Fehler aus der Vergangenheit und geben dir Denkanstöße für die Zukunft." Lehramtsstudentin Katharina Mairinger sieht "Glaube als Chance, ganz als Person ins Gespräch zu kommen." Für Kinderarzt Clemens Gumpenberger ist Glaube, "im Gegenüber das Göttliche zu erkennen. Gutes tun beginnt damit über andere gut zu denken und zu sprechen."

Die Festbesucher wurden aufgefordert, auch ihre eigenen Gedanken kurz niederzuschreiben und dann das Feierheft mit anderen Personen im Saal zu tauschen. Dabei kam es zu netten Begegnungen und intensivem Austausch.
In einigen Pfarren ist die Leitungsfrage mittelfristig nicht geklärt und engagierte Mitarbeiter leiden unter der ungewissen Situation. Das Dekanatsfest öffnete mit viel Schwung so manchen Horizont. Im Dekanat trägt man sich nach dem Dekanatsprozess auch gegenseitig durch schwierige Zeiten. Der Dekanatsrat wird als wichtige Plattform für den Austausch über die Pfarrgrenzen hinweg empfunden. Die kirchlichen Knotenpunkte ergänzen sich gut und sind wertvolle Netzwerke in der Region rund um Schärding.
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