03.05.2016, 17:56 Uhr

Kurios: Der doppelte Brandner Kasper - in Pack und Voitsberg

Die Burghofspiele Voitsberg starten mit ihrem Stück am 1. Juli auf Burg Obervoitsberg. (Foto: Michael Zejdlik)

Kurioses aus der Lipizzanerheimat. Die Theatergruppe Pack und die Burghofspiele Voitsberg spielen heuer das gleiche Stück. Allerdings komplett unterschiedlich.

Da staunte Karl Christandl, der Regisseur der Theatergruppe Pack, beim Steiermark-Frühling in Wien nicht schlecht, als ihm Eva Unterhuber vom Tourismusverband Lipizzanerheimat den neuesten Veranstaltungskalender brachte. Dort stand: 1. bis 23. Juli Burghofspiele Voitsberg: Der Brandner Kaspar und das ewig´ Leben. "Ich habe einmal große Augen gemacht, denn das ist genau das Stück, das wir heuer vom 23. bis 31. Juli auf der Pack aufführen."

Doppelt hält besser

Schon voriges Jahr bei der Weihnachtsfeier hätten die Packer das Stück festgelegt, dann war auch klar, dass Nastassja Schell wieder eine Hauptrolle übernimmt. "Mit Februar haben wir es dann öffentlich gemacht. Aber wir sind niemanden böse. Wir hätten aber nie gedacht, dass die Burghofspiele Voitsberg auf so ein Stück kommen, denn sie spielten meistens etwas Klassisches oder Kabarettistisches." Thomas Vollmann von den Burghofspielen nimmt die Doppelgleisigkeit auch mit Humor. "Wir haben Ende Februar zusammen mit unserem Regisseur Paul Kindler mit den Planungen begonnen, aufgrund unserer Personaldecke sind wir auf den Brandner Kaspar gekommen. Es hat sich einfach ergeben, auf den Spielplan der Packer haben wir zugegebenerweise nicht geschaut. Das ist reiner Zufall, wenngleich er auch etwas paradox ist. Aber in Österreich spielen heuer mindestens fünf Gruppen dieses Stück, das scheint wirklich in zu sein."


Beides ist sehenswert

Beide Theatergruppen stecken mitten in den Vorbereitungen und wollen aus der "Not" eine Tugend machen. "Unsere Inszenierung ist komplett anders als jene der Voitsberger", weiß Christandl. "Wir spielen mit Hilfe von drei Meter großen Stabfiguren", so Vollmann. "Ich kann das Publikum nur einladen, sich beide Stücke anzuschauen. So kann man vergleichen, wie unterschiedlich Inszenierungen ein und desselben Stücks sein können." Ins gleiche Horn bläst Christandl: "Machen wir das Beste draus!"
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