Manuel Ortlechner: "Fußballprofi zu sein ist ein Privileg" (mit Video)

Manuel Ortlechner beim bz-Talk am Bitzinger-Würstelstand.
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  • Manuel Ortlechner beim bz-Talk am Bitzinger-Würstelstand.
  • Foto: Burghardt
  • hochgeladen von Thomas Netopilik

WIEN. Nach mehr als 400 Spielen in der österreichischen Fußballliga hängte Manuel Ortlechner im Sommer seine Fußballschuhe an den Nagel. Neben neun Länderspielen für die Nationalmannschaft führte der heute 37-Jährige die Wiener Austria 2013 zu ihrem bisher letzten Meistertitel. "Das Training hat mir immer Spaß gemacht. Nur meine Knochen wurden immer müder und müder", so der gebürtige Oberösterreicher im bz-Interview am Bitzinger-Würstelstand.

Über zu viel Freizeit kann sich der Fußball-Pensionist aber nicht beklagen. Ortlechner betreut für die Austria die Bildungsinitiative "Violafit", mit der sich der Verein um die Ausbildung der Kicker kümmert. "Die Akademiespieler können die Matura oder ein Studium machen. Es gibt aber auch Deutschkurse, in denen Platzwart, Putzfrau und Profikicker an einem Tisch sitzen und lernen", beschreibt der Döblinger das Projekt.

Mit seinen großen Erfahrungen im Fußballbereich will Ortlechner auch die jungen Spieler unterstützen, die sich in der Austria-Akademie tummeln. "Von 100 schafft es maximal einer, der mit dem größten Ehrgeiz. Fußballprofi sein ist ein Privileg, es kann aber ganz schnell wieder vorbei sein", sagt der Familienvater.

Mit der Kamera unterwegs

Ortlechner hat neben dem Bildungsprojekt nun auch Zeit für sein großes Hobby, das Fotografieren. Mit seiner Leica-Kamera dokumentiert "Orti" den Abriss des Austria-Stadions und bringt darüber im November ein Buch heraus. "Ich bin fast täglich auf der Baustelle und fange die Stimmung ein. Zur Eröffnung im nächsten Jahr ist dazu auch etwas geplant", so der Ex-Kicker.

Alle Fotos: Arnold Burghardt

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