Heimische Hecke mit giftigen Beeren
Der Gewöhnliche Liguster
- hochgeladen von Marion Wöckinger
Der Gewöhnliche Liguster - eine wichtige und doch giftige Pflanze
Der Liguster, Ligustrum vulgaris, ist im Herbst kaum zu übersehen mit seinen tiefschwarzen Beeren.
Seine schmalen, elliptischen, dunkelgrünen Blätter stehen gegenständig an seinen dicht verzweigten Ästen. Der bis zu 3 Meter hohe Strauch ist gerne an Waldrändern, Heckengürteln und in unseren Gärten zu finden.
Vor allem die dunklen Beeren ziehen zur Zeit die Aufmerksamkeit auf sich. Allerdings ist hier Vorsicht geboten. Der Gewöhnliche Liguster ist giftig.
Die Giftstoffe Ligustrum, Saponine und Bitterstoffe verursachen Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und in größeren Mengen können sie sogar Kreislaufprobleme und Krämpfe verursachen.
Dennoch ist der Liguster eine wichtige heimische Hecke für unsere Vogelwelt. Die Drossel zum Beispiel genießt die Beeren ohne Probleme und verbreitet so auch den Samen.
Aber trotz der Giftigkeit wurde dieser ökologisch wertvolle Lebensraum für Tiere auch in der Naturheilkunde genutzt.
So wurden die Beeren nach dem Frost als Färbemittel verwendet. Es finden sich auch Hinweise in der Pflanzenheilkunde, das die Pflanze zur Behandlung von Entzündung im Mund- und Rachenraum genutzt wurde, oder sogar, etwas widersprüchlich, als harntreibend/entgiftend verwendet. Wobei hier natürlich der allseits bekannte Spruch: die Dosis macht das Gift wieder zur Anwendung kommt.
Jedoch bin ich der Meinung, dass uns die Natur eine derart große Auswahl schenkt, so dass wir getrost den gewöhnlichen Liguster unserer Tierwelt alleine überlassen können und somit unsere heimische Flora und Fauna schützen.
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