AK-Einkommensanalyse
Das verdienen die Amstettner

Robert Schuster mit der Einkommensanalyse.

Der Amstettner Bezirk liegt beim Medianeinkommen erneut an vorderster Front in Niederösterreich.

BEZIRK AMSTETTEN. 2.518 Euro beträgt das Medianeinkommen (brutto) unselbstständig Erwerbstätiger im Bezirk Amstetten. Damit liegt man bundeslandweit unangefochten auf Platz eins. Zum Vergleich: Den zweiten Platz in Niederösterreich holt sich die Stadt St. Pölten mit 2.368 Euro.
"Wir sind seit 2003 durchgehend auf Platz eins bei der Einkommensanalyse", erzählt Robert Schuster, seit 2003 Bezirksstellenleiter der Arbeiterkammer Amstetten, und meint weiter: "Wir sind ein Metallerbezirk und die Metaller haben bekannterweise einen guten Kollektivvertrag. Außerdem profitieren wir durch die Nähe zu Oberösterreich davon, dass auch im Bezirk gute Gehälter gezahlt werden müssen."

Kehrseite des Einkommens

Doch dieser Erfolg hat auch eine Kehrseite. Das Medianeinkommen der Frauen im Bezirk hinkt mit 1.659 Euro ordentlich hinterher. "Wenn man nur das Einkommen der Frauen betrachtet, liegt Niederösterreich an vorletzter Stelle vor dem Burgenland. Unser Bezirk liegt sogar noch fünf Prozent unter dem Niederösterreichschnitt", so Robert Schuster. Das liege auch daran, dass "viele Frauen im Handel arbeiten, der nicht sehr gut zahlt, oder weil viele in Teilzeitarbeit arbeiten".

Blick in die Zukunft

Die Sorge, dass der erste Platz in Zukunft nicht gehalten werden kann, besteht beim AK-Bezirksstellenleiter: "Wir hatten im vorigen Jahr fast keine Insolvenzen. Ich glaube, dass das künstlich aufrechterhalten wird. Ich fürchte viele Insolvenzen im zweiten und dritten Quartal 2021."

"Faire Löhne in Betrieben"

"Erfreulicherweise liegt der Bezirk Amstetten nach wie vor im Ranking bei der Einkommensanalyse im landesweiten Vergleich wieder ganz oben. Die Gründe liegen in der Branchenstruktur der Region", freut sich Andreas Geierlehner, Bezirksstellenleiter der Wirtschaftskammer Amstetten. "In Amstetten, Waidhofen/Ybbs und Scheibbs ist aufgrund der kollektivvertraglichen Lohnstruktur das Einkommensniveau höher. Unsere Mitgliedsbetriebe zahlen faire und gute Löhne. Jetzt in der Krise hat sich bewiesen, wie gut das Miteinander in den Betrieben funktioniert", meint Andreas Geierlehner.

Zur Sache: Das Medianeinkommen ist aussagekräftiger als das Durchschnittseinkommen. Dabei liegen genau 50 Prozent der Bevölkerung darüber und 50 Prozent darunter.
Die Top 5
1.) Amstetten: 2.518 €
2.) St. Pölten (Stadt): 2.368
3.) Scheibbs: 2.363
4.) Waidhofen/Ybbs: 2.359
5.) Gmünd: 2.350
Die letzten 5
20.) Horn: 2.000 €
21.) Mistelbach: 1.987
22.) Gänserndorf: 1.923
23.) Hollabrunn: 1.788
24.) Krems (Land): 1.736

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