Zuchtstrategien Bio in Ybbsitz
So steigern Bio-Betriebe mit gezielter Zucht die Effizienz
- Personen von links nach rechts: Lukas Hochwallner (Biobäuerliche Vermarktung eGen), Manuel Winter, Edina Scherzer, Gerhard Hochwallner (Biobäuerliche Vermarktung eGen) (v.l.).
- Foto: ARGE Natürlich BIO
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Der BIO-Fachtag „Grünlandbasierte Milch- & Fleischproduktion“ setzte starke Impulse für eine effiziente, nachhaltige Landwirtschaft.
YBBSITZ/AMSTETTEN/SCHEIBBS. Die „ARGE Nahtürlich Bio“ veranstaltete erneut einen hochkarätigen BIO-Fachtag, der Landwirtinnen und Landwirten wertvolle Impulse für eine zukunftsfitte, nachhaltige und wirtschaftlich starke Betriebsführung bot. Der Fachtag fand am Biogut Sandbauer in Ybbsitz statt – einem nahezu energieautarken Vorzeige-Biohof, der als 100-Prozent-Betrieb zeigt, wie konsequent gelebtes Bio funktioniert.
Bio-Anteil erhöhen als Ziel
Der Bio-Fachtag wurde im Rahmen von biofleischinfo.at organisiert – einer Informationsplattform, die Landwirtschaft und Gastronomie mit fundiertem Fachwissen rund um Bio unterstützt und damit das Ziel verfolgt, den Bio-Anteil sowohl am Hof als auch in der Küche nachhaltig zu erhöhen. Ein Projekt, das von Bund, Ländern und auch der EU unterstützt wird.
Bereits der Auftakt durch Lukas Hochwallner (Biobäuerliche Vermarktung eGen) und Manfred Hinterreither (Sonnberg Biofleisch GmbH) machte deutlich, wie wichtig ganzheitliche Wertschöpfungsketten für die Zukunft der Bio-Branche sind – von der Weide bis auf den Teller.
- Grünlandprofi Manuel Winter verdeutlicht, wie effiziente Weidesysteme eine wirtschaftliche und ökologische Rindfleischproduktion ermöglichen.
- Foto: Pixabay (Symbolbild)
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Zuchtoptimierung als Schlüssel
Besonders aufschlussreich war der Fachvortrag von Edina Scherzer (HBLFA Raumberg-Gumpenstein). Sie zeigte anhand klarer Praxisbeispiele, wie Betriebe ihre Zuchtstrategie präzise auf die eigenen Ziele ausrichten können. Durch systematische Auswahl der passenden Kuhlinie, abgestimmt auf Futtergrundlage, Betriebsstruktur und Leistungsziele, lassen sich Produktivität, Tiergesundheit und Langlebigkeit spürbar steigern. Die knapp 70 Teilnehmenden erhielten damit einen praxisnahen Leitfaden, wie wenige, aber gezielte Stellschrauben die Effizienz im Betrieb maßgeblich erhöhen können.
Fleisch aus Gras
Nicht minder spannend war der praxisnahe Fachvortrag von Manuel Winter, Grünlandberater und Herdenmanager, der verdeutlichte, wie essenziell die optimale Nutzung des Grünlandes für eine wirtschaftliche, soziale und ökologische Rindfleischproduktion ist. Anhand von vielen praktischen Beispielen zeigte der, auch international tätige Experte, wie im Ausland erfolgreiche Weidesysteme auch problemlos in Österreich umgesetzt werden können.
- Der BIO-Fachtag stärkt die regionale Landwirtschaft und zeigt die Innovationskraft der bäuerlichen Familienbetriebe in den Bezirken Scheibbs und Amstetten.
- Foto: Pixabay (Symbolbild)
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Blick hinter die Kulissen eines Vorzeigebetriebes
Ein besonderes Highlight war die abschließende Führung durch das Biogut Sandbauer, das mit fast vollständiger Energieautarkie, eigenem Gastbetrieb und kompromissloser Bio-Philosophie beeindruckte. Die Teilnehmenden bekamen exklusive Einblicke, wie ein Bio-Hof wirtschaftlich erfolgreich geführt werden kann, ohne Abstriche bei Tierwohl oder Nachhaltigkeit zu machen.
Fachtag mit praktischen Impulsen
Die „ARGE Nahtürlich Bio“ freut sich, erneut einen rundum gelungenen Fachtag organisiert zu haben, der sowohl fachlich als auch organisatorisch begeisterte. Die Veranstaltung zeigte einmal mehr, wie wertvoll der Austausch innerhalb der Bio-Community ist – und wie wichtig es ist, Wissen zu teilen, damit Bio-Betriebe motiviert, gestärkt und zukunftsorientiert arbeiten können.
Regionale Strahlkraft
Der BIO-Fachtag hatte nicht nur fachliche Tiefe, sondern auch eine besondere regionale Strahlkraft. Gerade in den Bezirken Scheibbs und Amstetten, wo eine überdurchschnittlich hohe Dichte an engagierten Biobäuerinnen und Biobauern wirtschaftet, leisten Veranstaltungen wie diese einen wertvollen Beitrag. Sie stärken die lokale Bio-Landwirtschaft, fördern den Austausch zwischen Praktiker:innen, Beratung und Vermarktung und machen sichtbar, wie viel Innovationskraft in den bäuerlichen Familienbetrieben der Region steckt.
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