01.09.2016, 12:44 Uhr

Das Kindergeldkonto kommt!

Bild: (v.l.n.r.): Astrid Poiß, FSG Regionalfrauenvorsitzende Mostviertel/Eisenstraße KR Hartmann Petra, Kupfer Veronika, Nationalratsabgeordnete Ulrike Königsberger-Ludwig, Zipfinger Gisela, ÖGB NÖ Frauensekretärin Elisabeth Preus

Bei der letzten FSG-Regionalfrauensitzung wurden die wesentlichen Punkte für die neuen Regelungen für Kinderbetreuung, die mit 1. März 2017 in Kraft treten, erläutert und diskutiert.



Derzeit können sich werdende Eltern zwischen vier Modellen entscheiden, wie sie die Kinderbetreuung nach der Geburt regeln möchten. Dieses System verunsicherte aber viele Erziehungsberechtigte, wie Petra Hartmann, FSG-Regionalfrauenvorsitzende weiß: „Die Schwierigkeit bei den vier Modellen war die Komplexität und die starre Handhabung. Hat man sich einmal für eine Variante entschieden, konnte man nicht mehr zurück.“

Das Kindergeldkonto bringt nun mehr Fairness, Flexibilität und Partnerschaftlichkeit, denn: durch die Reform wurden die finanziellen Unterschiede der Pauschalvarianten aufgehoben. In Zukunft verschmelzen diese in ein flexibles Konto – das einkommensabhängige Kinderbetreuungsgeld bleibt natürlich weiterhin bestehen.

Eltern, die sich die Kinderbetreuung fair aufteilen (mindestens im Verhältnis von 60:40), erhalten zukünftig einen einmaligen Partnerschaftsbonus von 1.000 € pro Kind. Für die Inanspruchnahme eines "Papa-Monats" erhalten Väter, die sich direkt nach der Geburt eines Kindes für eine bestimmte Zeit intensiv und ausschließlich der Familie widmen, einen Bonus in der Höhe von
700 €.

„Wir hätten uns zwar einen Rechtsanspruch auf den Papa-Monat gewünscht, aber das Kindergeldkonto insgesamt ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu mehr partnerschaftlicher Familienzeit. Es war unsere Aufgabe, die Veränderungen in der Gesellschaft auch in der Politik zu verankern, denn Väterbeteiligung ist für alle ein Gewinn - für die Väter, die Kinder, die Unternehmen - die gesamte Gesellschaft!“, ist Nationalratsabgeordnete und stellvertretende SPÖ Landesfrauenvorsitzende Ulrike Königsberger-Ludwig überzeugt.
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