Mobilität im Bezirk Baden
Ampel statt Kreisverkehr

Bildtextvorschlag: Drei bis vier Spuren aus jeder Richtung werden zur künftig ampelgerelten Kreuzung bei der A2-Anschlussstelle Leobersdorf führen.]
  • Bildtextvorschlag: Drei bis vier Spuren aus jeder Richtung werden zur künftig ampelgerelten Kreuzung bei der A2-Anschlussstelle Leobersdorf führen.]
  • Foto: NÖ LR/Abt. ST3
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Aufatmen fürs Triestingtal: Autobahn-Anschlussstelle Leobersdorf wird massiv vergrößert

LEOBERSDORF. Die langen Kolonnen an der Zufahrt zum Autobahn-Kreisverkehr sollen schon bald der Vergangenheit angehören: In der Zeit vom 17. Juni bis 06. September wird die bestehende Kreisverkehrsanlage der Anschlussstelle Leobersdorf in eine ampelgeregelte Kreuzung umgebaut und massiv vergrößert. Nach Abschluss des Komplettumbaus werden von allen Richtungen kommend drei bis vier Fahrspuren zur Verfügung stehen, was die Kapazität der Autobahn-Auf/Abfahrt deut​lich erhöhen soll. Der Verkehr wird über den gesamten Bau-Zeitraum im Einbahnsystem über die Gemeindestraße hinter dem Einkaufscenter Bloomfield geführt. Die Auf- und Abfahrten der Autobahn sollen während der Bauarbeiten größtenteils für den Verkehr freigegeben bleiben.

Informationsveranstaltung am 14. Mai

Eine Informationsveranstaltung dazu fand am 14. Mai im gut besuchten Eventcenter statt. Die Experten des NÖ Straßendienstes erläuterten alle Details und antworteten auch Skeptikern, die meinten, ein (größerer) Kreisverkehr wäre eventuell doch sinnvoller.
Gernot Kampl, stellvertretender Leiter NÖ Straßenbauabteilung 4 (Bau und Planung): "Ein vergrößerter - zweispuriger - Kreisverkehr würde nur 10 bis 15 Prozent leistungsfähiger sein. Frühere Konzepte von Niveaufreimachung - Über- und Unterführung - scheiterten an den Kosten. Die nun geplante ampelgesteuerte Kreuzung ist für das Verkehrsaufkommen bis zum Jahr 2030 berechnet, und erreicht bis dahin nicht ihre Kapazitätsgrenze. Die Grünphasen werden dem Verkehr angepasst, es gibt Abbiegespuren in jede Richtung." Das Problem der langen Rückstaus bis Hirtenberg erklärt Kampl so: "Von der Autobahn Richtung Enzesfeld oder Leobersdorf abfahrende Autos haben zu Stoßzeiten das Einfahren aus Richtung Triestingtal blockiert oder verzögert. Das sollte nun der Vergangenheit angehören.

Zur Sache

Derzeit fahren täglich rund 18.000 Kfz über den Kreisverkehr bei der Autobahnabfahrt Leobersdorf. Selbst ein zweispuriger Kreisverkehr könnte diese Menge nur bedingt aufnehmen. Deshalb entschied sich die Landesregierung, den Kreisverkehr in eine ampelgesteuerte Kreuzung umzubauen und mehr Fahrspuren auf einer breiteren Straße zu schaffen. Noch leistungsfähiger - aber auch erheblich kostspieliger - wäre dann nur noch eine niveaufreie Über- bzw. Unterführung von Auffahrten und B18.
Ein dreispuriger Kreisverkehr scheitert am enormen Platzbedarf und entsprechend nötigen Grundablösen.
Gebaut werden jetzt
* zwei zusätzliche Bypässe (B18-A2 und B18-L4021) im Knotenbereich
* zwei Linksabbiegestreifen im Zuge der B18 auf den Zubringer A2 aus Hirtenberg kommend
* zwei Geradeaus-Fahrstreifen vom Zubringer A2 kommend
* Errichtung eines kombinierten Geh- und Radweges auf der östlichen Seite der L4021
* Linksabbiegestreifen sowie Rechtseinbiegestreifen in die neue Zufahrsstraße im Zug der B18
* Weitere Fahrstreifenadditionen im gesamten Knotenbereich

Alle Infos zum Anhören im Podcast: https://s.atms.at/bcuv5njg bzw. mehr Infos auch hier: https://www.leobersdorf.at/Achtung_Baustelle_2

Autor:

Gabriela Stockmann aus Baden

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