Klausen Leopoldsdorf
Aufruf zum Wassersparen

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KLAUSEN-LEOPOLDSDORF. Zum Wassersparen ruft die Gemeinde mit Bürgermeister Herbert Lameraner (ÖVP) auf der Homepage auf. Ein junger Familienvater, Neubürger im Ort, meldet sich bei den Bezirksblättern am Telefon: "So wird uns Angst gemacht, auch wenn wir noch keinen Engpass bemerkt haben."

Der Hintergrund der Wassermisere im Ort: Früher teilte das kleine Alland sein Wasser mit dem kleinen Klausen-Leopoldsdorf. Doch beide Orte sind gewachsen, das Wasser reicht jetzt nur noch für die Versorgung von Alland. Klausen-Leopoldsdorf bezieht sein Wasser aktuell von der EVN in Eichgraben. Allerdings nur noch heuer. Bürgermeister Lameraner: "Bis Ende des Jahres soll unsere fünf Kilometer lange Wasserleitung zu einer Quelle am Schöpfl bei Altenmarkt gelegt sein, für die Quelle hat Klausen-Leopoldsdorf das Wasserrecht. Die Quelle selbst gehört den Bundesforsten. Das Wasser dieser Quelle sollte dann mindestens zehn Jahre lang reichen." In dieser Zeit wird die Zukunft der Wasserversorgung von Klausen-Leopoldsdorf gesichert - entweder über einen Anschluss an den Wasserleitungsverband der Triestingtal- und Südbahngemeinden (WLV) oder an die Nösiwag.
Warum konnte die Versorgung nicht schon früher an ein großes Netz angebunden werden? "Die EVN hätte alle unsere Wassereinrichtungen geschenkt haben wollen, dann hätten sie uns ins Netz aufgenommen. Das wäre aber ein millionenschweres Geschenk gewesen, darauf wollten wir uns nicht einlassen. Der WLV hat andererseits derzeit nicht die technischen Kapazitäten, uns zu versorgen. Erst wenn die stärkere Leitung bei Mayerling fertiggestellt ist, könnten wir angeschlossen werden - das ist aber erst in sechs oder sieben Jahren."

"Ein kostbares Gut"

Die neue Wasserleitung zum Schöpfl kostet 600.000 Euro. Lameraner: "Ich betone, dass wir genug Wasser in Klausen-Leopoldsdorf haben, es gibt keinen Engpass. Ich wollte mit der Veröffentlichung nur die Leute sensibilisieren, was für ein kostbares Gut das Wasser ist. Es kommt ja dann das Frühjahr, alle befüllen wieder ihre Pools." Dass die Information auf der Homepage manche Ortsbürger in Angst ums Wasser versetzt, will Lameraner nicht gelten lassen. "Wenn ich nicht informiere, wird mir der Vorwurf von mangelnder Transparenz gemacht. Viel Wissen macht aber auch Kopfweh, wie man sieht. Noch einmal: Es gibt keinen Grund zur Sorge."

Autor:

Gabriela Stockmann aus Baden

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