Erwin Steinhauer: „Dracula, Dracula“

Erwin Steinhauer liest „Dracula, Dracula“ von H.C. Artmann, Georg Graf spielt dazu Blasinstrumente und Peter Rosmanith die Percussion.
  • Erwin Steinhauer liest „Dracula, Dracula“ von H.C. Artmann, Georg Graf spielt dazu Blasinstrumente und Peter Rosmanith die Percussion.
  • Foto: Wolfgang Zeiner
  • hochgeladen von Gabriela Stockmann

KOTTINGBRUNN. Erwin Steinhauer liest „Dracula, Dracula“ von H.C. Artmann, Georg Graf spielt dazu Blasinstrumente und Peter Rosmanith die Percussion. Das Werk ist auch in der Mandelbaum-"Bibliothek der Töne" erschienen. Am Samstag, dem 26. Oktober ist Erwin Steinhauer in der Kulturwerkstatt der Kulturszene Kottingbrunn im Wasserschloss zu Gast. Beginn ist um 19.30 Uhr, Tickets unter 02252/74383.

Peter Rosmanith produziert für den Wiener Mandelbaum Verlag seit einigen Jahren Hörbücher der feinsten Sorte. Eines der erfolgreichsten darunter, und auch hervorragend für die Bühne geeignet, ist diese Produktion: die 1966 erstmals erschienene Version des Dracula-Stoffes von Artmann. Dieser „treibt das Klischee mit dem Klischee selber aus.“ Das bedeutet: Es geht hier nicht schaurig zu, sondern schaurigst, in der Überhöhung aller Ingredienzien des grausigen Sujets. Erwin Steinhauer ist Johann Adderley Bancroft, der junge englische Adelige, der sich nach Transsylvanien aufmacht; Steinhauer ist der nuschelnde Diener des Grafen, ist der einäugige Postläufer, ist der Graf selbst und ist auch Bancrofts Verlobte Edwarda Cornwallis. In aller Artmann‘schen Meisterschaft des Absurd-Witzigen findet er Gelegenheit, tatsächlich thrillerartige Spannung aufkommen zu lassen. „Bei guten Texten sehe ich nicht Sätze in meinem Kopf, ich sehe Bilder, ich sehe Menschen.“ (E. Steinhauer) Artmann ist Weltliteratur. Die passende Weltmusik dazu kommt von Peter Rosmanith & Georg Graf: Sie entwerfen ein Panorama südosteuropäischer Klänge, ein imaginäres Transsylvanien. Ein Saxofon gibt unheimliche Töne von sich, pulsierende, düster gefärbte Klänge, die eine rasante Zugfahrt und gleichzeitig ein angstvoll schlagendes Herz symbolisieren. Die Trommel schlägt einen Dreier-Takt, zu dem der Graf elegant Walzer tanzen könnte oder aber verzweifelte Gefangene an die Tür ihrer Verliese hämmern. Und der Kaffee, den der Graf serviert, schmeckt leicht salzig ...
(A. Hosp)
„drakula, du schlimmer / komm nicht auf mein zimmer / tu mama nicht schrecken / nicht uns kinder necken / bleib’ bloß schön zu haus’/ bei der flebebermaus.“

https://www.youtube.com/watch?v=FiqLCb-1bMg&feature=youtu.be

Autor:

Gabriela Stockmann aus Baden

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