Radfahren in Baden: Neue Pläne

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BADEN. Basierend auf Empfehlungen einer Studie des Kuratoriums für Verkehrssicherheit werden jetzt Verbesserungen im Radnetz der Stadt angegangen, die von Szirucsek (ÖVP) und Krismer (Grüne) präsentiert wurden.

Was wird konkret angegangen?
Das Radwegenetz in Baden umfasst bereits 20 Kilometer, allerdings nicht durchgängig. Geplant sind aktuell wichtige "Lückenschlüsse" im Bereich Vöslauerstraße (Verlängerung des Mehrzweckstreifens bis Radetzkystraße, ab April), innere Haidhofstraße (ASV-Sportplatz bis Trudo Exner Brücke) bis Haidhofsiedlung (Einmündung Betriebsgebiet Am Hörmbach, ab Sommer, 2019 weiter bis zur Autobahnbrücke). Das Konzept empfiehlt auch Lückenschlüsse in Weikersdorf, Dammgasse und Richtung NÖM.

Was sagt das Verkehrskonzept zu "Radfahren in der Fuzo"?
Nachts ab 19 Uhr bis 8 Uhr früh ist Radfahren in der Fuzo bereits erlaubt, das Konzept empfiehlt eine Verlängerung angepasst an die Ladenzeiten.

Werden alle Empfehlungen umgesetzt?
Step by step. Vorrangig ist der Lückenschluss nach Haidhof.

Gibt es bei allen Maßnahmen Konsens in der Koalition?
Nein, es ist noch Diskussionsbedarf etwa zu einer möglichen Öffnung der Weilburgallee für den Radverkehr, beim Radfahren in der Fuzo oder auch beim Konzept für die Dammgasse.

Werden die Radwege einheitlich farblich markiert?

Nein. Rote Markierungen sollen nur im Bereich von Kreuzungen dem Autofahrer signalisieren, dass hier Radfahrer queren.

Konflikte entstehen oft zwischen parkenden Autos und an ihnen vorbeiführenden Radwegen, etwa beim Öffnen von Autotüren. Wird das Problem berücksichtigt?
Das Kuratorium empfiehlt "Dooring-Zonen". Zwischen parkenden Autos und gekennzeichneten 1,5 Meter breiten Radwegen wird eine 0,75m breite Dooring-Zone empfohlen. Bei neuen Radstreifen wird das wo nötig berücksichtigt.
Wie hoch ist der Anteil des Radverkehrs in Baden?
Derzeit zwischen 10 und 12 Prozent, das ist österreichweit im Vergleich ähnlicher Städte ein Top-Wert. Ziel ist eine weitere Steigerung auf 14 Prozent. Damit soll auch der ruhende Verkehr im Zentrum entlastet werden. Ein Fahrrad verbraucht natürlich viel weniger Parkfläche als ein Auto.

Sind auch Maßnahmen gegen Fahrraddiebstähle angedacht?
Seit verstärkt Polizeistreifen den Bahnhof beobachten, ist die Zahl der Diebstähle stark gesunken. Die Radinfrastruktur mit Möglichkeit, Fahrräder überall in der Stadt sicher abstellen zu können, wird weiter ausgebaut.

Beleuchtet das Konzept des Kuratoriums für Verkehrssicherheit auch andere Bereiche?
Ja, die Maßnahmen der Stadt dazu werden gesondert präsentiert.

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