03.07.2017, 21:07 Uhr

Alland beschloss Sanierung der Neuen Mittelschule

Auch die anderen "Hauptschulgemeinden" Klausen-Leopoldsdorf und Heiligenkreuz sollten nachziehen. Doch es gibt noch Uneinigkeit.

ALLAND. Vorige Woche wurde im Gemeinderat die Zukunft der Neuen Mittelschule (NMS) Alland fixiert: Das 40 Jahre alte Schulgebäude soll um 5,5 Millionen Euro saniert werden. Zuvor war ein Neubau um 9 Millionen Euro zur Diskussion gestanden.


Zweifel an den Kosten

"Ich zweifle daran, dass der Neubau wirklich so teuer sein muss", kritisiert SPÖ/UBA-Chef Klaus Perl den Beschluss im Gemeinderat. "Meine Partei hätte den Neubau noch durch einen zweiten Architekten prüfen lassen wollen, aber die ÖVP-Mehrheit hat dies bedauerlicherweise abgelehnt. Offenbar will die ÖVP aus irgendwelchen Gründen um jeden Preis sanieren und nicht neu bauen. Bei den geschätzten Sanierungskosten von 5,5 Millionen Euro verstehen wir das nicht." Perl vermutet, dass die Vergabe der einzelnen Gewerke im Zuge einer Sanierung "individueller" im Einflussbereich der Gemeinde ausfallen könnte, während ein Neubau wohl einem Generalunternehmer überlassen werden müsste. Auch seien die Sanierungskosten letztlich nicht "in Stein gemeißelt" und es könnte auch noch teurer werden.


"Neubau wäre zu klein"

Bürgermeister Ludwig Köck schüttelt den Kopf: "Der 9 Millionen-Neubau wäre für 100 Kinder, wie wir sie derzeit haben, geplant gewesen. Das bestehende Haus kann aber sogar 180 Kinder fassen. Alland ist eine Zuzugsgemeinde, wir brauchen den Platz." Die Schule werde technisch auf den neuesten Stand gebracht. Köck: "Der Neubau ist nicht finanzierbar, die Sache ist ausdiskutiert, nichts desto trotz holen wir noch eine zweite Expertise in der Sache ein." Ausständig sind noch die Beschlüsse der anderen Gemeinden.


Weitere Beschlüsse nötig

In der Nachbargemeinde Klausen Leopoldsdorf, die - ebenso wie Heiligenkreuz - einen Anteil der Sanierungskosten tragen müsste, gilt noch immer der Grundsatzbeschluss zum Neubau. Alland muss 60 % der Sanierungskosten zahlen.
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