05.02.2018, 17:14 Uhr

Der neue Hausregisseur an der Bühne Baden im Interview: "Bin schon ein Baden-Fan"

BEZIRKSBLÄTTER: Wie wird man „Hausregisseur“ an einer doch so berühmten Bühne wie der Bühne Baden? Wird so eine Position ausgeschrieben?
LEONARD PRINSLOO: Es braucht dafür keine Ausschreibung. Intendant Michael Lakner, früher Intendant in Bad Ischl, hat mich hierher eingeladen. Ich war unter ihm auch schon Hausregisseur beim Lehar Festival.

Was bedeutet es, sich „Hausregisseur“ nennen zu können? Ist man dafür angestellt?
Prinsloo: Nein, ich bin nicht angestellt. Ich habe Stückverträge für zwei Inszenierungen im Jahr und Choreografie, und theoretisch bin ich auch bei Beleuchtungen dabei. Da ich nur für zwei Produktionen pro Jahr engagiert bin, kommt die künstlerische Vielfalt durch die Handschrift verschiedener Regisseure nicht abhanden.

Nach „Die Kaiserin“ im Dezember kommt nun Ihre nächste Produktion: Am 17. Februar hat „Ein Käfig voller Narren“ Premiere - was ist Ihre Botschaft?
Prinsloo: Toleranz, Akzeptanz, Leben und Leben lassen (Mit dem Hit: Ich bin was ich bin), auch das Thema des Älterwerdens ist dabei.

Ihrer Biografie entnehme ich auch eine große Nähe zum Ballett. Wie stehen Sie zum Ballett der Bühne Baden bzw. überhaupt zum Ballett als Kunstform? Wird es auch mit Prinsloo zukünftig Operette mit Ballett in Baden geben?
Prinsloo: Ich bin ein großer Ballettfan. Ballett als Kunstform wird es immer geben, es hat sich zwar verändert und geht mit der Zeit. In Baden bleibt das Ballett wichtiger Bestandteil der Operette. Sicher zur Freude des Publikums.

Als neuer Hausregisseur: Wohnen Sie schon in Baden? Was haben Sie am Städtchen Baden bereits kennen und lieben gelernt?
Prinsloo: Zur Zeit wohne ich noch immer in Wien, werde mir aber für die Zukunft stark überlegen, nach Baden zu ziehen, weil Baden eine wunderschöne Stadt ist. Es wäre wesentlich praktischer hier zu wohnen, als immer eineinhalb Stunden aus Wien anzureisen. Die Innenstadt ist sehr entzückend mit den Kaffeehäusern, den Plätzen und Geschäften.
(Es fragte: Gabriela Stockmann)
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