21.11.2016, 20:00 Uhr

Hausbesuch vom Nikolaus

Jedes Jahr organisiert die Landjugend Haigermoos eine Nikolaus- und Krampusaktion und stattet den Familien in der Gemeinde einen Besuch ab. (Foto: LJ Haigermoos)

HAIGERMOOS (caro). Eine beliebte Tradition und fester Bestandteil der Vorweihnachtszeit ist der Besuch von Nikolaus und Krampus. Landjugenden, Zechen sowie Krampus- und Perchtengruppen halten diesen Brauch aufrecht.

Bevor das Christkind kommt, statten Nikolaus und Krampus Anfang Dezember den Kindern noch einen Besuch ab. Spätestens dann stellt sich heraus, wer das Jahr über brav war und wer noch etwas Nachholbedarf hat. Die Landjugend Haigermoos organisiert jedes Jahr eine Krampusgruppe, begleitet von ein paar Engeln und natürlich einem Nikolaus. Landjugendleiterin Nicole Gebetshammer ist stolz, dass diese Tradition nach wie vor so beliebt ist: „Die Hausbesuche von Nikolaus und Krampus gibt es bei uns schon seit Jahrzehnten. Diese Aktion ist eines der Highlights unseres Landjugendjahres.“

Die ganze Landjugend ist mit von der Partie

Bei vielen Familien in Haigermoos ist der Besuch des Nikolaus und seiner Begleiter eine fixe Tradition, die Landjugend wird daher jedes Jahr um einen Besuch gebeten. Auch bei den Landjugendmitgliedern selbst ist der Andrang groß. Jeder möchte dabei sein. „Wir müssen unsere Krampuse meist auf zwei Tage aufteilen, damit jeder die Chance hat, einen Platz zu bekommen. Auch die Mädels wollen diesen Spaß miterleben und so haben wir vor ein paar Jahren die Engel ins Leben gerufen, die den Nikolaus seitdem begleiten dürfen“, erzählt Gebetshammer.

Die Rolle des Nikolaus ist natürlich die wichtigste und wird in Haigermoos seit Jahren von ein und demselben übernommen. „Als Nikolaus kommt natürlich nicht jeder in Frage, wir können uns aber nun schon seit Jahren auf unseren Nikolaus verlassen. Er ist sehr beliebt bei Groß und Klein und lässt es sich daher nicht nehmen, den Kindern von Jahr zu Jahr wieder Geschenke zu überreichen“, so Gebetshammer.

Bevor mit den Besuchen gestartet werden kann, müssen einige Details geklärt werden. Schon bei der Anmeldung wird mit den Eltern besprochen, ob es in Ordnung geht, wenn Krampuse dabei sind oder ob der Nikolaus mit den Engeln lieber allein kommen soll. Dies ist vor allem bei Familien mit kleineren Kindern wichtig. „Wir gehen auf die Wünsche der Eltern ein“, betont Gebetshammer. Weiters bekommt der Nikolaus von den Eltern einen Text oder Stichworte ausgehändigt, damit er neben dem allseits bekannten „Wart ihr alle brav“ auch individuell auf jedes Kind eingehen kann und somit besonders glaubhaft wirkt.

So läuft ein Hausbesuch vom Nikolaus ab

Treffen Nikolaus und Gefolge bei einer Familie ein, machen sich erst die Krampuse mit ihren Glocken bemerkbar und lenken die Kinder ab. In der Zwischenzeit können sich die Eltern mit dem Nikolaus abstimmen und die Geschenke können in die Kraxn gelegt werden. Gebetshammer schildert den Ablauf folgendermaßen: „In der Regel darf der Nikolaus mit den Engeln und dem Krampus mit der Kraxn ins Haus. Dort warten die Kinder dann schon ganz aufgeregt. Viele tragen ein Gedicht vor oder überreichen dem Nikolaus eine Zeichnung. Dann liest der Nikolaus aus seinem Buch vor. Er lobt die Kinder und gibt auch Verbesserungsvorschläge für die Zukunft. Danach folgt die Geschenke-Übergabe. Die Kinder versprechen im kommenden Jahr wieder artig zu sein und der Nikolaus verabschiedet sich und zieht weiter“, schildert Gebetshammer.

Die eine oder andere amüsante Geschichte bleibt der Landjugend dann auch in Erinnerung. „Ein kleines Mädchen hat dem Nikolaus seinen Schnuller übergeben und gesagt, sie wäre jetzt schon groß und braucht den Schnuller nicht mehr. Kaum war der Nikolaus zur Tür raus, hat sie jedoch wieder einen aus der Hosentasche hervor gezaubert und so alle ausgetrickst. Aber auch diesen Schnuller hat sie schließlich noch abgegeben und hoch und heilig versprochen, dass sie keinen mehr versteckt ha.“, erzählt Gebetshammer.
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