22.11.2016, 13:52 Uhr

Ray Shames und der Zirkus des Lebens

Rainer Schamberger, alias Ray Shames, ist ein erfolgreicher Geschäftsmann sowie ein begnadeter Musiker.

BRAUNAU, WIEN (penz). In seinem alltäglichen Beruf ist Rainer Schamberger ein überaus erfolgreicher Geschäftsmann. Er hat bei der Einführung und Entwicklung des kontaktlosen Zahlens mitgewirkt. "Die Funktion ermöglicht das Zahlen ohne Eingabe eines Codes. Ganz simpel per Karte oder Smartphone", erklärt Schamberger, der zugleich den Posten des Geschäftsführers der Bankentochter Payment Services innehat. Momentan wird an der Funktion weitergearbeitet. Unter anderem möchte man die Kundenbindungskarten digitalisieren und als App aufs Smartphone bringen.

Musiker mit Leib und Seele

Rainer Schamberger ist aber nicht nur in seiner beruflichen Laufbahn auf der Erfolgsschiene. Er ist auch ein begnadeter Musiker. Über 30 Jahre steht er nun schon auf der Bühne. "1987 waren wir die erste Musikgruppe im Bezirk, die auf eigene Faust einen Videoclip produzierte. Er wurde in der damaligen Diskothek Central in Simbach uraufgeführt", erinnert sich der Musiker an seine Anfänge zurück. Dem Videorelease folgten zahlreiche weitere, ebenso CD-Erscheinungen und Auftritte. Die Besetzung sowie der Bandname haben sich im Laufe der Zeit oft geändert. Seit mittlerweile zehn Jahren hört die Musikgruppe aber auf den kreativen Künstlernamen "Ray Shames". Die gleichnamige Symbolfigur stellt einen virtuellen Menschen dar, dessen ganz normaler Wahnsinn sich in seinen musikalischen Darbietungen widerspiegelt. "Ray Shames ist ein sehr beschäftigter Mann. Auch jetzt befindet er sich wieder auf einem Meeting. Deswegen tritt er nur in digitaler Form auf", scherzt das Haupt der Band, Rainer #+Schamberger.

Das Motto: Von himmelhoch jauchzend bis zu Tode betrübt. Erst kürzlich, Ende Oktober, erschien das brandaktuelle Album "Zirkus des Lebens". Zirkusdirektor Shames führt in den zehn Songs durch seinen ganz normalen Alltagswahnsinn. Die Lieder fallen in das Genre Rock/Pop und sind gemischt mit elektronischen Beats. Gesungen wird auf Deutsch, teilweise mit englischen Einwürfen. "Die Muttersprache ist einfach die authentischste. So bringt man auch die Message eines Songs leichter an den Mann", erklärt Schamberger den Hintergedanken. Neben dem Braunauer besteht die Band aus zwei Salzburgern, einem Niederösterreicher und einem Wiener. Verglichen werden die Musiker meist mit Udo Lindenberg oder Falco. Das freut die Band besonders: "Es ist eine Ehre, mit solchen Ikonen in einem Satz erwähnt zu werden. Wir machen aber dennoch unser eigenes Ding." Zu sehen ist die Band übrigens diesen Samstag bei der Ü30-Party im Lokschuppen Simbach.

Zur Person

Rainer Schamberger ist gebürtiger Braunauer. Er maturierte am Gym Braunau, zog aber im Alter von 19 Jahren für sein Informatikstudium nach Wien. Dort konnte er schon bald wichtige Berufserfahrungen sammeln, die ihm später eine erfolgreiche Karrierelaufbahn ebneten. Auf die Frage, wie sich das Berufliche mit der Musik verbinden lässt, antwortet er: "Organisation ist das halbe Leben. Meine Wochenenden sind der Musik gewidmet. Solange es in diesem Rahmen bleibt, ist es für mich schaffbar."

Fotos: Johannes Ehn
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.