Fucking wird vorerst nicht umbenannt
- Fuckinger Ortsschilder haben eine geringe Lebenserwartung.
- Foto: Archiv
- hochgeladen von Barbara Ebner
Bewohnerin taufte ihren Wohnort um, um sich vor diebischen Spaßvögeln zu schützen.
FUCKING. In der Gemeinde Tarsdorf liegt ein Ortsteil mit Namen „Fucking“. Dieser im englischen Sprachraum geschmähte Ausdruck sorgt seit Jahren für Ärger im sonst idyllischen Ort. Der alte bajuwarische Name ist im Englischen ein Schimpfwort mit erotischem Hintergrund. Ein Ärgernis für die Bevölkerung: 13 Mal haben Spaßvögel die Ortstafel umgeschnitten und als Souvenir mitgenommen. Die Haustafel einer Anrainerin wurde in einer nächtlichen Aktion abgeschraubt. Die Frau wusste sich jedoch zu helfen und ließ auf die neue Tafel den Ortsnamen mit zwei „g“ schreiben – im 16. Jahrhundert war der Ort tatsächlich noch so benannt. Laut Bewohnern sollen immer öfter auch Einheimische aus der Region kommen, sich halb nackt ausziehen und vor der Ortstafel fotografieren lassen. Eine Frau soll sich an ein Ortsschild gekettet haben. Umbenannt werde der Ort jedoch nicht, sagt Bürgermeister Franz Meindl. Er ließ die Bewohner dazu befragen. Ein eindeutiges Ergebnis gab es aber nicht.
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