Steig Ein
Bezirk Bruck: Steig ein! Ich nehm' dich mit!

Unser Brucker E-Auto: Auch die Gemeindemitarbeiter nutzen das Angebot des Carsharing-Vereins.
  • Unser Brucker E-Auto: Auch die Gemeindemitarbeiter nutzen das Angebot des Carsharing-Vereins.
  • Foto: © Bruck/L.
  • hochgeladen von Bianca Mrak

Pkw sind kaum mit mehr als einer Person besetzt. Ein Mensch, zwei Tonnen Blech: eine schlechte Bilanz.

BEZIRK. Tagtäglich pendeln tausende Arbeitnehmer aus der Ostregion nach Wien. Sieht man sich auf der Autobahn kurz um bemerkt man, dass die meisten alleine im Auto sitzen. Mitfahrbörsen wie BlaBlaCar, foahstmit.at und mitfahrangebot.at ermöglichen es, Leute zu finden, die den gleichen Weg haben und Fahrgemeinschaften zu bilden. Die Plattformen werden aber hauptsächlich für längere Fahrten, die hin und wieder stattfinden, genutzt. Dabei hätte es viele Vorteile, wenn sich Pendler vernetzen würden. Der Besetzungsgrad eines Fahrzeuges liegt derzeit bei ca. 1,1. Das bedeutet, dass 11 Personen mit 10 Pkw fahren. Würden zwei Personen mit anderen mitfahren, benützen somit 11 Personen 8 Pkw (Besetzungsgrad 1,4). Dies würde einer Verkehrsreduktion von 20% entsprechen. Die Staus zu den Spitzenzeiten und auch oft die Parkprobleme bei P&R-Plätzen könnten so entschärft werden.

Unser Brucker E-Auto

In der Bezirkshauptstadt Bruck hat sich ein wahres Erfolgsmodell etabliert. Roman Kral von den Grünen gründete vor rund einem Jahr einen überparteilichen Verein, der ein Elektroauto zum Carsharing anbietet. Mittlerweile teilen sich 23 Nutzer das Auto, die gemeinsam rund 10.000 Kilometer zurückgelegt haben. "Das entspricht einer Ersparnis von 1.500 kg CO₂ gegenüber den Verbrennungsmotoren. Im Mitgliedspreis sind Service, Reparaturen und Vollkaskoversicherung inkludiert, man bezahlt lediglich für die zurückgelegte Strecke und die Stunden die man das Auto benötigt. Genutzt wird unser Renault Zoe für Einkäufe, kurze Dienstwege oder Ausflugsfahrten. Auch die Stadtgemeinde benutzt das E-Auto für Dienstfahrten innerhalb der Gemeinde", ist Kral stolz auf sein Vorzeigeprojekt. Der Verein nimmt noch Mitglieder (und Sponsoren) auf, wer unentschlossen ist kann um 10 Euro zwei Monate lang das Angebot unverbindlich testen.

Einsparungspotenzial

Auf der Seite www.pendlerinitiative.at wird das Einsparungspotenzial durch ein einfaches Beispiel verdeutlicht: Ein Pendler legt jeden Tag eine Wegstrecke von 50 km hin und retour mit dem eigenen Fahrzeug zurück. Bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 8 Litern/100 km ergibt sich für diese Strecke somit ein Jahresverbrauch von 4 Litern/Tag x 5 Tage/Woche x 42 Wochen = 840 Liter/Jahr. Bei einem angenommenen Benzinpreis von 1,00 €/l ergeben sich somit reine Treibstoffpreise von ca. 840 €/Jahr nur für die Strecke zur Arbeit. Bilden nun zwei FahrerInnen eine Fahrgemeinschaft, so können diese Kosten halbiert werden. Es ergibt sich somit eine Kostenersparnis für jede/n der MitfahrerInnen von 420 €/Jahr. In dieser Rechnung sind aber noch keine anderen Betriebs- und Erhaltungskosten mitgerechnet (Versicherung, Wartung, Wertverlust, Reifenabrieb,…). In diesem #+Sinne: Gute Fahrt!

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