Tag des Ehrenamtes
Initiative fordert burgenländische Landesstelle
- Die Initiative "Rettet die Vereinsfeste" fordert wesentliche Maßnahmen zur Stärkung des Vereinswesens und der Ehrenamtlichen.
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Im vergangenen Jahr wurde von der Bundesregierung ein umfangreiches Maßnahmenpaket mit einem neuen Freiwilligengesetz, steuerlichen Erleichterungen und einer neuen Service- und Kompetenzstelle auf Bundesebene verabschiedet. Am "Tag des Ehrenamtes" fordert der Verein "Rettet die Vereinsfeste" weitere Maßnahmen, darunter die Einrichtung einer burgenländischen Ehrenamtsservicestelle, um das burgenländische Vereinswesen nachhaltig zu stärken.
BURGENLAND. Ob bei der Freiwilligen Feuerwehr, dem Roten Kreuz oder in der Sozialbegleitung – rund 100.0000 Burgenländerinnen und Burgenländer engagierten sich im vergangenen Jahr in 4.900 Vereinen und leisten damit einen wertvollen Beitrag zum Zusammenhalt der Gesellschaft und für das Miteinander.
"Das burgenländische Vereinswesen ist ein Teil der Lösung für mehr soziales Miteinander, zur Belebung des Dorflebens und zur Meisterung großer Herausforderungen, etwa im Rahmen der gesellschaftlichen Integration", hebt Sascha Krikler den hohen Stellenwert des Ehrenamtes hervor. Dieses sei jedoch kein Selbstläufer, warnt er. Sascha Krikler ist Initiator und Sprecher der burgenländischen Initiative "Rettet die Vereinsfeste", einer Bewegung, die nachhaltige Maßnahmen für das Vereinswesen und zur Unterstützung der Ehrenamtlichen einfordert.
Burgenland soll eigene Servicesstelle bekommen
Konkret soll die bereits vorhandene Service- und Kompetenzstelle für freiwilliges Engagement in Österreich mit der Plattform freiwillig-engagiert.at aufgewertet und mit mehr Ressourcen ausgestattet werden. Für das Burgenland sieht die Initiative eine eigene Landesstelle nach Vorbild des Nachbarbundeslandes Niederösterreich vor.
"Unsere Vereinsinitiative fordert daher mehr Ressourcen und eine neue Ehrenamtsservicestelle Burgenland für eine bessere Koordinierung von Serviceangeboten ein, wie sie bereits in Niederösterreich vorhanden ist."
Sascha Krikler, Initiator und Sprecher der Initiative "Rettet die Vereinsfeste"
- Ob beim Roten Kreuz oder in der Sozialbegleitung: Rund 470 Millionen Arbeitsstunden werden jährlich ehrenamtlich vom Neusiedler See bis zum Bodensee geleistet.
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Das Freiwilligencenter Niederösterreich (freiwilligencenter.at) beinhalte neben Beratungsmöglichkeiten eine Freiwilligenbörse und ein entsprechendes Bildungsangebot. Die neue burgenländische Einrichtung könnte laut Krikler in Kooperation mit den verschiedenen Verbänden und Vereinen entstehen – wie der Feuerwehr, Blasmusikverband, Jugendorganisationen und Sportverbänden. Burgenlands Ehrenamtliche sollen damit gezielt unterstützt und informiert werden, etwa in Bezug auf die vorhandenen Serviceleistungen oder geltenden Regelungen. Geht es nach "Rettet die Vereinsfeste", so sollte der bereits vorhandene Ombudsmann für Sport- und Vereinswesen in diese neue Landesstelle eingegliedert werden.
Überparteiliche Zusammenarbeit gefordert
Auch auf Bundesebene wünscht sich die Initiative Änderungen zugunsten des Ehrenamtes: Als wichtiges Zeichen im Sinne der Wertschätzung bezeichnet Krikler den Vorstoß, "zumindest ein eigenständiges Staatssekretariat für das Ehrenamt in der kommenden Legislaturperiode zu etablieren", so der Sprecher. Es brauche mehr überparteiliche Zusammenarbeit, um besser voranzukommen.
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