Neue Einreisebestimmungen in Ungarn
Berufspendler, die nach Ungarn einreisen, müssen 14 Tage in Quarantäne

LH Hans Peter Doskozil befürchtet dramatische Auswirkungen für das Burgenland.
  • LH Hans Peter Doskozil befürchtet dramatische Auswirkungen für das Burgenland.
  • Foto: LMS
  • hochgeladen von Christian Uchann

Ungarische Staatsbürger, bei denen kein COVID-19-Verdacht besteht, müssen sich in 14-tägige Quarantäne begeben. Diese Bestimmung trifft auch alle ungarischen Arbeitskräfte, die zu ihrem Arbeitsplatz ins Burgenland pendeln. LH Hans Peter Doskozil richtet ein „dringendes Ersuchen“ an Bundeskanzler Kurz und Außenminister Schallenberg.

BURGENLAND. „Das Burgenland ist von dieser Regelung massiv negativ betroffen, weil wir damit zumindest für die nächsten zwei Wochen dringend erforderliches Personal verlieren – besonders im Gesundheits- und Pflegebereich“, so LHHans Peter Doskozil. Er drängt die Bundesregierung zu einer bilateralen Lösung des Problems.

Dramatische Auswirkungen für das Burgenland

Doskozil, der bereits in der Früh mit Bundespräsident Alexander Van der Bellen telefonierte, hat heute in einem Schreiben an Bundeskanzler Kurz und Außenminister Schallenberg auf die dramatischen Auswirkungen für das Burgenland aufmerksam gemacht. „Es gibt in vielen Wirtschaftsbereichen, am Arbeitsmarkt und besonders im Gesundheits- und Pflegebereich eine sehr enge Verflechtung mit Ungarn. Wir brauchen das Personal aus Ungarn, um diese Krisensituation meistern zu können“, betont der Landeshauptmann.

Lösung auf bilateralem Wege

Es müsse auf bilateralem Wege eine rasche Lösung dieses Problems herbeigeführt werden. In Gesprächen mit der ungarischen Regierung müsse zumindest für Grenzregionen bzw. für Arbeitskräfte im Gesundheits- und Pflegebereich eine Ausnahmeregelung erzielt werden.



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