Der Winter naht
Optimal vorbereitet für den Winterdienst

Fahrer Martin Strasser und leitender Straßenmeister Werner Behounek in Haag.
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REGION (milo). In ganz Oberösterreich haben sich die Winterdienstmitarbeiter für die kalte Jahreszeit gerüstet. Darunter befinden sich Straßenmeistereien, Stadt- und Gemeindebedienstete sowie private Helfer. Doch Salzstreuen ist lange nicht alles, worauf die Arbeiter vorbereitet sein müssen. „Winterdienst bedeutet mit den modernsten Techniken in die Zukunft zu schauen, um auf alles vorbereitet zu sein. Nur so kann auch bei schlechter Witterung die Verkehrssicherheit auf unserer Straßeninfrastruktur aufrechterhalten werden", betont Infrastruktur-Landesrat Günther Steinkellner. Bereits im Sommer wurde das Auftausalz zur Bekämpfung winterlicher Straßenglätte eingelagert. Die Vorbereitungen können gar nicht früh genug beginnen. 

Dienst vom Stadtamt

„Winterdienstvorbereitung heißt für uns zuerst die Erstellung einer Dienstanweisung für die Mitarbeiter. Darin ist eine Aufstellung der Bereitschaftszeiten, die Mannschaftsaufstellung samt aller wichtigen Telefonnummern enthalten“, erklärt Roland Schlucker, Leiter des Dienstleistungszentrums Enns. Die Fahrzeuge werden vom Sommerbetrieb auf den Winterbetrieb umgerüstet und alle Gemeindestraßen müssen mit Schneestangen ausgestattet werden. In Enns sind das circa 4000 Stück. Während des Winterbetriebes müssen die Arbeiter auf Bereitschaft zur Verfügung stehen. „Winterdienst bedeutet oft lange Arbeitszeiten. Der Rekord liegt bei 18 Stunden", so Schlucker. Sogenannte Wetterbeobachter müssen bereits um 2.30 Uhr aufstehen. Im Einsatzfall wird der Rest der Mannschaft um 3 Uhr telefonisch geweckt. Um den Winterdienst zu erleichtern: „Fahrzeuge sollten nach Möglichkeit nicht auf den Straßen abgestellt werden. Speziell in Siedlungsstraßen ist es oft schwer oder unmöglich, mit den Räumfahrzeugen durchzukommen", sagt Schlucker. Enns und den umliegenden oberösterreichischen Gemeinden stehen die Straßenmeistereien aus Ansfelden und Steyr tatkräftig zur Seite.

Straßenmeisterei Haag

In den niederösterreichischen Gemeinden Ennsdorf, Ernsthofen, St. Pantaleon-Erla und St. Valentin ist die Straßenmeisterei Haag für den Winterdienst zuständig. Insgesamt erstreckt sich ihr Gebiet von Ennsdorf bis Behamberg über acht Gemeinden. 49 Mitarbeiter mit neun Fahrzeugen in Haag bilden das Winter-Team. Auch dort ist das Erstellen genauer Einsatzpläne zu Personal, Fahrzeugen und Geräten erforderlich. Die Straßenmeistereien sind ausschließlich für den Winterdienst auf Bundes- und Landesstraßen zuständig. Im Zuständigkeitsbereich des Haager Posten sind das circa 260 Kilometer. „Auf Straßen mit viel Verkehr setzen wir Streusalz ein und auf weniger befahrenen Kies", erklärt Werner Behounek, Leitender Straßenmeister in Haag. Seit 37 Jahren ist er im Geschäft und es sei unmöglich vorauszusagen, wie der kommende Winter sein werde. „Alle nötigen Streumittel sind eingelagert. Im Falle eines strengen Winters können wir Engpässe abfedern", fügt Behounek hinzu. Er bittet um Verständnis: „Fahrzeuge haben Umlaufzeiten von zwei bis drei Stunden. Dadurch können nicht alle Straßen gleichzeitig bearbeitet werden. Verzögerungen können leider nicht vermieden werden."

Zahlen & Fakten zum Winterdienst

550 Winderdienstmitarbeiter in 31 Straßenmeistereien sorgen auf rund 6.000 Kilometer langen Straßen für bestmögliche Fahrverhältnisse.

• Durchschnittlich beträgt der Tagesverbrauch an Streusalz rund 350 Tonnen – Höchster Verbrauch: 4.200 Tonnen am 31. Jänner 2017 wegen starkem Eisregen.

• Der Winterdienst 2017/2018 verursachte Kosten in der Höhe von 25,2 Millionen Euro. 51.000 Tonnen Streusalz wurden verbraucht.

• Zwischen 90 und 125 Diensttage sind pro Winterdienstsaison zu verzeichnen.

• Die Räumstrecke eines LKW oder Unimog beträgt 25 bis 35 Kilometer.

• Im Lager in Haag sind 1.200 Tonnen Streusalz und 1.900 Tonnen Kies eingelagert.

Fahrer Martin Strasser und leitender Straßenmeister Werner Behounek in Haag.

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