In zehn Jahren steht man ein Arbeitsjahr im Stau

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REGION. Die Front für eine neue Donaubrücke wird immer breiter. Nach zahlreichen Bürgermeistern, von Ried in der Riedmark bis St. Valentin, steht auch der oberösterreichische Landtagspräsident Viktor Sigl (ÖVP) hinter der Petition. Allerdings erteilt er einem raschen Neubau eine Absage. "Ich halte die Resolution für gut, weil es ein Bekenntnis der Gemeinden ist. Ich glaube, dass wir einen Schulterschluss brauchen. Mir ist es wichtig, eine neue Brücke östlich der jetzigen zu bauen." Er glaubt aber nicht, dass die Brücke in den nächsten zehn Jahren kommt – zumal bei einer vierspurigen Variante. Gründe dafür wären UVP-Verfahren und Grundabtretungen in Niederösterreich. "Je weiter im Osten, desto aufwendiger die Verfahren", so Landtagspräsident Sigl.

Arbeiter stehen auf Brücke

Für die Pendler und die Wirtschaft würde das nichts Gutes bedeuten: Ein Arbeitnehmer, der täglich zweimal über die Donaubrücke muss, steht in zehn Jahren ein volles Arbeitsjahr im Stau. FP-Bezirksparteichef Alexander Nerat findet die Petition "absolut unterstützenswert" und tritt für eine östliche Variante ein. Engel-Betriebsratsvorsitzender Josef Scheuchenegger sagt, Mitarbeiter müssten mehrmals täglich zwischen den Standorten Schwertberg, St. Valentin und Dietach über die Brücke pendeln. Auch Gerald Sallmann, Chef von Optik Lindorfer, mit Filialen in Enns, St. Valentin und Mauthausen quert selbst täglich mehrmals die Brücke: "Die derzeitige Blockabfertigung verstärkt die ohnehin schwierige Verkehrssituation um Mauthausen. Eine gleichzeitige Sanierung der Mauthausner- und der Steyreggerbrücke sowie die Sperre der Eisenbahnbrücke kann ich nicht nachvollziehen. Der tägliche Transfer von Waren zwischen den Filialen ist unerträglich und kostet Zeit und Geld."

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