Von Windrad abgeseilt
Spektakuläres Einsatztraining für Wiener Berufsrettung
- Für die Spezialistinnen und Spezialisten der Seiltechnik-Einsatz-Gruppe (STEG) der Berufsrettung ging es zuletzt auf ein Windrad in 99 Meter Höhe.
- Foto: Thomas Topf
- hochgeladen von Johannes Reiterits
Um für den Ernstfall vorbereitet zu sein, absolvieren die verschiedenen Teams der Berufsrettung regelmäßig Trainings. Für die Kräfte der Seiltechnik-Einsatz-Gruppe (STEG) ging es zuletzt von einem 99 Meter hohen Windrand per Seil in die Tiefe.
WIEN/FAVORITEN. Die Wienerinnen und Wiener können sich auf ihre verschiedenen Einsatzorganisationen verlassen. Selbst dann, wenn sie aus luftigen Höhen geborgen werden müssen.
Bei der Wiener Berufsrettung steht dazu die Seiltechnik-Einsatz-Gruppe (STEG) zur Verfügung. Um vorbereitet zu sein, trainieren die Spezialistinnen und Spezialisten realitätsnah ihre Fähigkeiten. Zuletzt borgte man sich dafür ein Windrad von Wien Energie in Unterlaa aus.
99 Meter Nabenhöhe
In Unterlaa ging es zunächst auf 99 Meter Nabenhöhe hinauf. Mit Nabenhöhe ist jener Punkt auf der Anlage gemeint, bei dem die Turbine sitzt, die vom Rotor angetrieben wird. "Ziel der Übung war es, verletzte oder erkrankte Personen auch aus großer Höhe rasch und sicher zu retten oder befreien", erklärt man gegenüber MeinBezirk.
Oben angelangt wurde dann mit der Bergung begonnen – natürlich per Seil. Schließlich ist die STEG auf Einsätze in schwer zugänglichem Gelände sowie in Höhen und Tiefen spezialisiert. Windräder gibt es in der Stadt nicht allzu viel. Andere Einsatzgebiete dafür umso mehr.
"Solche Rettungseinsätze finden etwa auf Baustellen, Kränen, Schächten oder in unwegsamem Gelände statt — überall dort, wo der klassische direkte Zugang nicht möglich ist. Großer Vorteil: Noch an Ort und Stelle können die Patientinnen und Patienten sofort notfallmedizinisch versorgt und medizinisch für den weiteren Transport stabilisiert werden", erklärt man.
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