MIT VIDEO: "Das Gute braucht seine Zeit!"

Corinna und Rudi Spieß mit den Töchtern Franziska und Emilia. Der Hof wird in der fünften Generation bewirtschaftet
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  • Corinna und Rudi Spieß mit den Töchtern Franziska und Emilia. Der Hof wird in der fünften Generation bewirtschaftet
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MALTSCHACH (fri). Mit Emilia und Franziska wächst bereits die nächste Generation am Kölblhof in Maltschach auf.

Beste Rohstoffe für gute Qualität

Dabei hat Jungbauer Rudi Spieß erst vor zwei Jahren den Hof von seinen Eltern, die nach wie vor tatkrätftig zur Seite stehen, übernommen. "Uns war es immer schon wichtig möglichst viele Produkte selbst herzustellen", sagt Spieß. Das beginnt für die Landwirte beim eigenen Futter, das auf den Feldern und Äckern rund um den Hof wächst. "Natürlich ist der Aufwand hoch, wenn man die Felder bestellen, pflegen, abernten und wieder fit für das kommende Jahr machen muss. Aber damit weiß man auch, welche Art Futter die Tiere bekommen. Und das schlägt sich dann positiv in der Qualität der Produkte nieder."



Zeit zum Wachsen

In die Aufzucht seiner Tiere verwendet er viel Zeit. "Die Schweine leben mehr als acht Monate bei uns am Hof. Wenn man ehrliche Produkte erzeugen möchte, dann muss man auch Zeit investieren und die Erfahrung hat gezeigt, dass alles seine Zeit braucht." Alle zwei Wochen wird am Hof geschlachtet und dann wird das Fleisch auch gleich veredelt. "Im Winter produzieren wir für die nächste Buschenschank-Saison vor", so Spieß. Zudem registriert der Landwirt steigende Nachfrage nach Frischfleisch: "Die Kunden wollen wissen, wo das Fleisch herkommt." Im Garten tummeln sich unter den Obstbäumen, die zum Teil schon 80 Jahre alt sind und von seinem Großvater gepflanzt wurden, Hühner. "Unser Obst ist absolut naturbelassen. Spritzmittel sind tabu. Äpfel und Birnen wurden heuer bereits zu Apfelsaft und Most verarbeitet."

Keine Zusatzstoffe

In der Küche ist Corinna Spieß am Werk. Sie sorgt für das leibliche Wohl der Gäste in der Zeit, in der die Buschenschank geöffnet ist, oder hilft am Wochenmarkt in Feldkirchen, wo die Familie Spieß samstags einen Stand betreibt, aus. So wird am Freitag immer das Brot gebacken: "Unser Brot kommt ohne Zusatzstoffe aus", sagt sie. "Mehl, Sauerteig, Wasser, Salz und Gewürze. Mehr braucht es nicht." Mit dabei natürlich Emilia und Franziska, die jeden Schritt von Mama und Papa verfolgen. Früh übt sich, wer einmal eine richtige Bäuerin werden will.

Zahlen & Fakten

Kölblhof
Fläche: 80 Hektar
Tiere am Hof: 120 Mastschweine, 60 Mastrinder, 80 Hühner, 30 Schafe, Gänse, Ziegen und viele andere Kleintiere, 14 Bienenstöcke
100 Obstbäume
Produkte: Speck, Salami und Selchwaren aller Art, Brot, Eier, Apfelsaft, Apfel- und Birnenmost, Edelbrände

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