Schule & Natur
Schüler planen einen "Jahresgarten zum Wachsen"
- Die Mädchen und Buben der ersten Klasse der Musik-Mittelschule sind bereit für die Arbeit. Der Garten wird angelegt.
- Foto: MeinBezirk.at
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Ein Pilotprojekt wird Schüler von zwei ersten Klassen der Musik-Mittelschule Feldkirchen in den nächsten vier Jahren begleiten.
HAIDEN, FELDKIRCHEN. Ein Pilotprojekt haben Krametterhof-Bäuerin und Kräuterpädagogin Katharina Haslauer und Ilse Heiser, Lehrerin an der Musik-Mittelschule Feldkirchen, entwickelt. Unter dem Titel "Ein Jahresgarten zum Wachsen" werden die Schüler von zwei ersten Klassen in den nächsten vier Jahren an Themen wie Gesundheit, Prävention, soziales Miteinander, Ernährung, Gartenbau nicht nur in der Theorie, sondern vor allem in der Praxis herangeführt.
Viel Unterstützung
"Wir haben uns zufällig bei einem Lehrgang kennengelernt, sind ins Gespräch gekommen und so ist die Idee für das Projekt entstanden", schildern Heiser und Haslauer. Unterstützung kommt auch von Direktorin Petra Gangl. Hinter dem Projekt stehen auch das Land Kärnten und die Klimawandel-Anpassungsmodellregion"Klar! Tiebeltal und Wimitzerberge".
Eltern sind im Boot
"Die Mädchen und Buben werden in den kommenden vier Jahren nachhaltige Kenntnisse erwerben, die wertvoll für ihr Leben sind. Auch die Eltern waren begeistert und stehen voll hinter dem Projekt", sagt Gangl. Begonnen wurde mit der Produktion von Kräutersalz und dem Umackern einer Fläche, auf der künftig der Versuchs-Garten entstehen soll. "Jedes Kind soll mehr über Gemüse, Früchte und Kräuter erfahren", sagt die Bäuerin. "Bei uns am Hof lernen sie, wie ein Garten bewirtschaftet und gepflegt wird, was ernten und weiterverarbeiten bedeutet, wie wertvoll Lebensmittel sind. Die Jugendlichen sollen nach diesem Projekt in der Lage sein, langfristig für sich selbst Entscheidungen zu treffen, die ihre eigene, ausgewogene Ernährung betreffen. Sie sollen den Wert unserer Natur verstehen und ihr respektvoll begegnen." Gemeinsam wurde kürzlich ein Acker in einen Gemüse/Kräutergarten verwandelt, der dann bepflanzt wird. "Wir planen Beete, besprechen, was gut verarbeitet und in weiterer Folge verkocht werden kann. Auch die Beet-Umrandungen werden wir selbst bauen, Sitzmöglichkeiten sowie Insektenhotels und Plätze für Nützlinge schaffen, Kräuter pflanzen, Beerensträucher zum Naschen ansetzen, Samen gewinnen", erklären die Projektleiterinnen.
Ganzjährig beobachten
Der Garten soll langsam über das ganze Jahr wachsen. Es ist auch angedacht, zu beobachten, was in der kalten Jahreszeit für Boden, Tiere und Nützlinge wichtig ist und so den Kreislauf der Natur bewusst wahrzunehmen. Neben Kosten, Riechen, Fühlen soll auch der wirtschaftliche Aspekt ein Teil der Arbeit werden. Was kann weiterverarbeitet und im Rahmen von Schulveranstaltungen verkauft werden. Das erste selbst verdiente Geld für die gemeinsame Klassenkasse soll erwirtschaftet werden. "Ein für uns wichtiger Bereich ist, regionalen und gesunden Lebensmitteln beim Entstehen zuschauen zu können und diese im gemeinsamen Kochunterricht zu verarbeiten und verkosten", so Heiser, die auch den Kochunterricht leitet. "Das Soziale Miteinander, Hilfsbereitschaft, Teamfähigkeit, Ausdauer, Sorgfalt, Vielfalt, all das wird im gemeinsamen Tun gefördert."
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Ort der Durchführung: Krametterhof, Haiden
Projektstart: Herbst 2024
Projektdauer: Das Projekt sollte sich optimalerweise pro Klasse über vier Schulstufen erstrecken. Aber auch das Bewirtschaften beziehungsweise weitere Bearbeiten bereits bestehender Gärten ist denkbar und angedacht. Geplant ist mindestens ein Workshop pro Monat mit einer Dauer ca. drei Stunden.
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