Rotes Kreuz Salzburg
Bürgermeister spendet zum ersten Mal Blut
- Bürgermeister Georg Djundja bei seiner ersten Blutspende in Bürmoos.
- Foto: Gertraud Kleemayr
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Seit 1. September ist die neue Blutspendeverordnung in Kraft. Nun dürfen endlich auch Homosexuelle Blut spenden.
BÜRMOOS. Bis letzte Woche durften homosexuelle Männer kein Blut spenden. Das wurde mit der neuen Blutspendeverordnung hinfällig. Um zu zeigen, wie wichtig das ist, nahm der homosexuelle Oberndorfer Bürgermeister Georg Djunda gleich am ersten Tag die Gelegenheit wahr, um Blut zu lassen. "Als Bürgermeister war ich bei zahlreichen Blutspendeaktionen mit dabei, durfte aber selber nichts dazu beitragen", erklärt Djundja, der sich freut, nun helfen zu können. Denn Blutspenden ist eine Daueraufgabe. "Blut ist nicht lange lagerbar, das heißt, wir sind auf häufige Spenden angewiesen", erklärt Diplomkrankenschwester Monika Geretsegger, die schon seit über 20 Jahren für das Rote Kreuz arbeitet.
"Das war überfällig"
Deshalb sollen nicht Menschen aus falschen Gründen ausgeschlossen werden. "Es geht nicht um die sexuelle Orientierung, sondern um das Risikoverhalten", erklärt Djundja, der in einer Beziehung lebt. Nun gilt für alle Menschen: Wer in den vergangenen drei Monaten mehr als drei Sexualpartner hatte, muss drei Monate mit dem Spenden pausieren. "Das war überfällig. Endlich werden Menschen, die spendenfähig sind und helfen wollen, keine Hürden mehr in den Weg gestellt“, so Landesrettungskommandant Anton Holzer, der auch Leiter des Blutspendedienstes ist.
Sicherheit gewährleistet
So diskriminiert die neue Verordnung niemanden mehr wegen der sexuellen Orientierung. Dabei gewährleistet sie immer noch maximale Sicherheit für die Empfänger. Damit bleibt das Risiko für die Weitergabe von Krankheiten wie HIV oder Hepatitis maximal gering. Dazu tragen auch die weiterhin hohen Schutzstandards bei. Das Rote Kreuz prüft jede Spende auf alle wichtigen Infektionskrankheiten, die durch Blut übertragen werden – und das anhand von mehr als 20 labormedizinischen Tests. Die zweite wichtige Sicherheitssäule ist die Auswahl der Spender nach medizinischen Kriterien. Daher müssen Blutspender den umfassenden Gesundheitsfragebogen vorab sorgfältig und wahrheitsgemäß ausfüllen. Dieser wurde an die neuen Kriterien angepasst.
Bei Krankheit nicht spenden
Was gleich bleibt: Weiterhin darf zum Beispiel nicht spenden, wer kürzlich erkrankt war oder sich in einem Tropen- oder Malariagebiet aufgehalten hat. So kann auch der Landesrettungskommandant selbst nicht so oft spenden, wie er gerne möchte, weil er auch oft auf Auslandseinsätzen unterwegs ist. "Männer können sechsmal im Jahr spenden, Frauen viermal", so Holzer, der sich von der neuen Regelung mehr Aufmerksamkeit für das Thema und mehr Spender erhofft. Denn im Jahr 2021 gaben nur 3,56 Prozent der Österreicher beim Roten Kreuz Blut ab. Dabei ist Blut ein extrem wichtiges Notfallmedikament, das in Österreich rund alle 90 Sekunden benötigt wird. Das Rote Kreuz Salzburg bietet jeden Mittwoch die Möglichkeit, von 16 bis 19 Uhr in der Blutspendezentrale, Rudolf-Biebl-Straße 10, zu spenden.
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