Mit Lehrlingswerkstätte zu Fachkräften
"Die Mitarbeiter sind unser Kapital"

Die beiden Entspannungstechniker
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Die Firma Pichler und Strobl in Anthering ist Autragsfertiger hochkomplexer Teile in Mikrogenauigkeit. Dafür benötigt sie Metalltechniker, die sie zum Großteil selbst ausbildet. 

ANTHERING. Die Pichler & Strobl GmbH in Anthering fertigt High-Tech-Komponenten im Tausendstel-Millimeter-Bereich. Sie beschäftigt auf 4.000 Quadratmetern Produktionsfläche über 85 Mitarbeiter. 30 davon sind gelernte Zerspanungstechniker und 15 stecken gerade in der Ausbildung zu diesem interessanten Technik-Beruf. Bei den Lehrlingen soll künftig auf bis zu 30 aufgestockt werden. Zwei Ausbildungsstellen sind derzeit offen.

Ausbildung übernommen

Vor einem Jahr wurde im Haus eine Lehrlingswerkstätte eingerichtet. "Wir brauchten gut ausgebildete Fachkräfte, die so auf dem Markt nicht verfügbar waren", erklärt Prokurist Markus Schröger. Nun ist der Meister Johannes Essler als Lehrlingsbeauftragter für die Ausbildung der zukünftigen Zerspanungstechniker zuständig, die in der vierjährigen Lehrzeit in Drehen, Fräsen, Schleifen, Material- und Werkzeugkunde und Arbeiten mit CAD/CAM-Programmen ausgebildet werden. Sie werden über dem Kollektivvertrag bezahlt und erhalten für gute Leistungen zusätzliche Vergünstigungen. Ausgebildet werden die jungen Techniker nicht nur in ihrem Fach, sondern auch in anderen Gebieten. "Wir bieten mit ‚Manieren sind chic’ einen Benimmkurs, weiters das Seminar ‚Lernen lernen’ und auch sportlich einiges an", so Schröger. Der Beruf des Zerspanungstechnikers ist spannend. Der Kunde liefert eine Zeichnung oder ein 3-D-Modell, aufgrund dessen der Facharbeiter am Computer das Programm für die Bearbeitung erstellt.

Innovation und Präzision

"50 Prozent ist reine Computerarbeit, gefordert sind da Mathematik und gutes räumliches Sehen", erklärt Schröger. Die Dreh- und Fräsmaschinen sind keine Einzelteile, sondern Bearbeitungszentren, in denen das Werkstück aufgrund der erfolgten Programmierung präzise hergestellt und bearbeitet wird – selbstverständlich unter der Aufsicht des Zerspanungstechnikers, der bei Bedarf nachjustiert. Denn absolute Genauigkeit ist Pflicht bei der Entwicklung und Produktion der hochkomplexen und sensiblen Bauteile.

Der Markt wächst

"Seit 2018 gehören wir zur ‚Hör Technologie GmbH’ in Deutschland. Dadurch konnten wir den Standort hier erweitern und auf zehn bis 15 Jahre sichern", so Schröger. Die Geschäftsführung teilen sich Franz Pichler und Dietmar Wohlfart von der "Hör Technologie". Denn der Markt wächst. Die Firma liefert die Bauteile vom Prototyp bis hin zur Serienfertigung an die Halbleiterindustrie, die Luft- und Raumfahrt, in den Rennsport und für alternative Energie-Anlagen. Die Auftraggeber der Firma kommen aus der ganzen Welt, die Exportrate liegt bei über 90 Prozent.

Autor:

Gertraud Kleemayr aus Flachgau

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